DGUV Information 209-067 - Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI ...

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Abschnitt 5.1, Allgemeine Anforderungen
Abschnitt 5.1
Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Titel: Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-067
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – Allgemeine Anforderungen

Dementsprechend müssen ein Basisschutz (Schutz gegen direktes Berühren) und ein Fehlerschutz (Schutz bei indirektem Berühren) gewährleistet sein.

Die elektrischen Betriebsmittel einer Anlage sind unter Berücksichtigung der äußeren Einflüsse, denen sie ausgesetzt sein können, so auszuwählen und zu errichten, dass ihr ordnungsgemäßer Betrieb und die Wirksamkeit der geforderten Schutzmaßnahmen und -arten sichergestellt sind. Außerdem darf bei üblichem Betrieb und vorhersehbarer Temperaturerhöhung im Fehlerfall kein Feuer verursacht werden.

Dabei ist es unerheblich, ob es sich um die ortsfeste elektrische Anlage oder um die ortsveränderlichen (mobilen) elektrischen Arbeits-/Betriebsmittel handelt; die Elektrosicherheit muss in jedem Fall gewährleistet sein.

Installationsmaterialien und Betriebsmittel sollten generell elektrolytbeständig sein.

Steckdosen in Innenbereichen mit einem Bemessungsstrom bis 20 A und Endstromkreise in Außenbereichen bis 32 A sind gemäß DIN VDE 0100-410 mit einem zusätzlichen Schutz durch Fehlerstrom-Schutzschalter (RCDs), Bemessungsdifferenzstrom IΔN ≤ 30 mA, zu versehen.

Ein derartiger Zusatzschutz durch RCDs sollte auch bei fest angeschlossenen elektrischen Betriebsmitteln, z.B. Ladegeräten, angewendet werden.

RCDs müssen alle Arten von möglichen Fehlerströmen, wie Wechsel-, pulsierende Gleich- und gegebenenfalls glatte Gleich-Fehlerströme, beherrschen können. Derartige allstromsensitive Schutzschalter vom Typ B oder B+ sind mit den Symbolen    gekennzeichnet.

Die Einstufung als "feuergefährdete Betriebsstätte" ist vom Betreiber/Nutzer der elektrischen Anlage, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1), vorzunehmen. Er sollte für die Ermittlung einen Sachkundigen/Sachverständigen hinzuziehen.

Die Richtlinien zur Schadenverhütung des Verbandes der Schadenversicherer VdS 2033 "Elektrische Anlagen in feuergefährdeten Betriebsstätten und diesen gleichzustellende Risiken" enthalten dazu entsprechende Fallbeispiele.