DGUV Vorschrift 11 DA - Durchführungsanweisungen zur BG-Vorschrift Laserstrahlun...

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Abschnitt 33 , Zu § 14 Abs. 1 Nr. 2:
Abschnitt 33
Durchführungsanweisungen zur BG-Vorschrift Laserstrahlung (bisher: BGV B2 DA)
Titel: Durchführungsanweisungen zur BG-Vorschrift Laserstrahlung (bisher: BGV B2 DA)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Vorschrift 11 DA
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 33 – Zu § 14 Abs. 1 Nr. 2:

Bei der Verwendung von Lasereinrichtungen der Klasse 3B mit maximal 5 mW (seit 2001 Laser der Klasse 3R) Ausgangsleistung im sichtbaren Wellenlängenbereich (400 nm bis 700 nm begrenzt) bzw. Laser-Einrichtungen der Klasse 3R, bei denen die Strahlrichtung konstant ist, haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  1. 1.

    Die Ausgangsleistung des Lasers wird auf das für die Anwendung erforderliche Maß beschränkt. Dieser Forderung kann durch die Auswahl des Lasergerätes oder durch Vorschalten abschwächender Filter entsprochen werden.

  2. 2.

    Der Laserstrahl soll möglichst außerhalb des Arbeits- und Verkehrsbereiches verlaufen (siehe auch Nummer 4).

  3. 3.

    Die Strahlachse wird so gesichert, dass ein Auswandern des Laserstrahls nicht möglich ist. Diese Sicherung kann beispielsweise aus einem Rohr vor dem Lasergerät bestehen, das als Strahlfänger dient.

  4. 4.

    Der Bereich um den Laserstrahl wird in einem Abstand von wenigstens 1,5 m, z.B. mit einer Flatterleine, abgegrenzt und mit Laserwarnzeichen gekennzeichnet.

    Kann die Abgrenzung nicht durchgeführt werden, z.B. unter Tage, ist auf andere Weise, z.B. durch Warnposten, zu verhindern, dass Versicherte in den Bereich des Laserstrahls geraten können.

    An gefährlichen Stellen sind folgende Ersatzmaßnahmen geeignet:

    • Umwehren des Strahlenganges z.B. mit Maschendraht.

    • Anbringen von Vorrichtungen zur Strahlunterbrechung, z.B. Klappen, die eine matte Oberfläche besitzen. Wichtig ist, dass diese Vorrichtungen betätigt werden können, ohne dabei in den gefährlichen Bereich zu geraten.

    • Hochlegen des Strahls.

  5. 5.

    Ein Laserstrahl darf sich nur so weit erstrecken, wie es für die Art des Einsatzes notwendig ist. Der Strahl wird am Ende dieser Nutzentfernung durch eine matte Zielfläche aufgefangen. Zu beachten bleibt, dass die Bestrahlungsstärke mit der Entfernung nur wenig abnimmt. Der Strahl kann beispielsweise noch in einer Entfernung von 1000 m und mehr für das Auge gefährlich sein.

  6. 6.

    Spiegelnde oder glänzende Gegenstände, z.B. Metallteile, Fahrzeugscheiben, Rückspiegel, sind aus der Umgebung des Laserstrahls zu entfernen oder abzudecken.