DGUV Regel 113-010 - Sicheres Arbeiten in der Gummiindustrie (bisher: BGR 221)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 5.9, 5.9 Gefährdung durch spezielle physikalische ...
Abschnitt 5.9
Sicheres Arbeiten in der Gummiindustrie (bisher: BGR 221)
Titel: Sicheres Arbeiten in der Gummiindustrie (bisher: BGR 221)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 113-010
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.9 – 5.9 Gefährdung durch spezielle physikalische Einwirkungen (Abschnitt 9 der BGI 571)

5.9.1 
Lärm (Abschnitt 9.1 der BGI 571)

  1. Sandstrahlen von Festigkeitsträgern und Formen

  2. Plötzliches Austreten komprimierter Luft (z.B. auf Walzwerken, aus Mischern, Extrudern)

  3. Arbeiten mit Druckluft (z.B. Entformen, Ausblasen)

  4. Arbeiten mit ungeeigneten Werkzeugen (z.B. Schlagschraubern)

  5. Kryostatische Reinigung von Formen (Trockeneisstrahlen mit Kohlendioxid-Pellets)

  6. Pneumatische Förderung

  7. Hacker, Schredder

    1. Entdröhn-Maßnahmen treffen

    2. Am Druckluftaustritt an Maschinen Schalldämpfer anbringen

    3. Lärmarme Düsen verwenden

    4. Lärmarme Werkzeuge verwenden (z.B. Impulsschrauber)

    5. Für Lärmbereiche ab 85 dB(A) schriftliches Lärmminderungsprogramm aufstellen - dabei auch Raumakustik berücksichtigen (siehe § 7 Abs. 5 Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung)

    6. Siehe auchAbschnitt 9.1der BGI 571

5.9.2
Ultraschall (Abschnitt 9.2 der BGI 571)

Ultraschallgeräte werden eingesetzt beim Schneiden, Ablängen und Reinigen von Werkstücken.

  1. Luftgeleiteter Schall

  2. Festkörpergeleiteter Schall

    1. Siehe auchAbschnitt 9.1der BGI 571

5.9.3
Ganzkörperschwingungen (Abschnitt 9.3 der BGI 571)

Ganzkörperschwingungen können auftreten beim Fahren von Flurförderzeugen in extremen Situationen.

  1. Ganzkörperschwingungen

    1. SieheAbschnitt 9.3der BGI 571

5.9.4
Hand-Arm-Schwingungen (Abschnitt 9.4 der BGI 571)

Hand-Arm-Schwingungen können auftreten bei Hand gehaltenen und geführten Werkzeugen.

  1. Schlagschrauber

    1. SieheAbschnitt 9.4der BGI 571

5.9.5
Nichtionisierende Strahlung (Abschnitt 9.5 der BGI 571)

Nichtionisierende Strahlung wird z.B. eingesetzt in IR-Heizkanälen und Lasermessgeräten.

  1. UV-Strahlung

  2. IR-Strahlung

  3. Laserstrahlung

    1. SieheAbschnitt 9.5der BGI 571

5.9.6
Ionisierende Strahlung (Abschnitt 9.6 der BGI 571)

Röntgenstrahlung wird z.B. eingesetzt in Prüfanlagen der Reifenendkontrolle, in Forschungs- und Entwicklungslabors, radioaktive Strahlung bei Dickenund Füllstandsmessgeräten.

  1. Röntgenstrahlung

  2. Radioaktive Strahlung

    1. SieheAbschnitt 9.6der BGI 571

5.9.7
Elektromagnetische Felder (Abschnitt 9.7 der BGI 571)

  1. Siehe Abschnitt 6.5.1 dieser BG-Regel

5.9.8
Kontakt mit heißen oder kalten Medien (Abschnitt 9.8 der BGI 571)

  1. Heiße Oberflächen (z.B. an Vulkanisationsanlagen, Walzwerken, Temperschränken)

  2. Heiße Flüssigkeiten (z.B. Heizmedien)

  3. Heiße Dämpfe (z.B. Wasserdampf)

  4. Heiße Gase (z.B. Heißluftvulkanisation)

    Abbildung 7: Oberflächentemperaturen bei denen in der Regel noch nicht mit Verbrennungen der Haut gerechnet werden muss
    MaterialKontaktdauer
     1 min10 min
    Unbeschichtete Metalle51 C48 C
    Kunststoffe/Gummi60 C48 C
    Holz60 C48 C
  5. Tiefkalte Medien (z.B. flüssiger Stickstoff, Kohlendioxid-Pellets)

    1. SieheAbschnitt 9.8der BGI 571

Rechtsgrundlagen und Informationen:

DIN EN 15013 732-1

5.9.9
Elektrostatik (Abschnitt 9.9 der BGI 571)

Zu Gefahren und Schutzmaßnahmen in explosionsgefährdeten Bereichen siehe Abschnitt 5.7.2 dieser BG-Regel.

  1. Schreckreaktionen verbunden mit unkoordinierten Bewegungen (z.B. bei Abwickelprozessen, Herstellen von rußfreien Mischungen)

    1. SieheAbschnitt 9.9der BGI 571

5.9.10
Überdruck (Abschnitt 9.10 der BGI 571)

  1. Versagen von drucktragenden Wandungen

  2. Undichtigkeiten von Anlagen

  3. Freisetzen von Medien, z.B. bei Flüssigkeitsstrahlern, Druckluftpistolen

    1. SieheAbschnitt 9.10der BGI 571