DGUV Regel 109-012 - Odorierung von Sauerstoff zum Schweißen und Schneiden (bish...

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Abschnitt 6, 6 Betrieb
Abschnitt 6
Odorierung von Sauerstoff zum Schweißen und Schneiden (bisher: BGR 219)
Titel: Odorierung von Sauerstoff zum Schweißen und Schneiden (bisher: BGR 219)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-012
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – 6 Betrieb

6.1

Die Odorieranlage ist durch einen Sachkundigen zu überwachen und regelmäßig zu warten. Die kontinuierliche Odorierwirkung, auch an den entferntesten Entnahmestellen, ist sicherzustellen.

6.2

Die Beschäftigten sind über den Zweck der Odorierung, über Maßnahmen beim durch Geruch angezeigten Austritt von Sauerstoff und über Gefahren infolge der Odorierung zu unterrichten.

6.3 Persönliche Schutzausrüstungen

6.3.1

Für jeden Beschäftigten, der mit konzentriertem Odoriermittel in Berührung kommen kann, der im Bereich der Odorieranlage zumindest zeitweilig tätig ist oder der Arbeiten an Rohrleitungen für odorierten Sauerstoff ausführt, sind die folgenden persönlichen Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen und bereitzuhalten:

Säureschutzbrille, Säureschutzanzug, Schutzhandschuhe aus geeignetem Kunststoff, Atemschutzgerät mit Gasfilter A (nach DIN EN 14387 "Atemschutzgeräte; Gasfilter und Kombinationsfilter; Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung") oder von der Umgebungsluft unabhängig wirkendes Atemschutzgerät, Schuhe mit elektrostatisch leitfähigen Sohlen.

Siehe § 29 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).

6.3.2

Die unter Abschnitt 6.3.1 genannten persönlichen Schutzausrüstungen müssen von den Beschäftigten getragen werden, wenn die Art der Arbeit dies notwendig macht, d.h., wenn mit dem Austritt von konzentriertem flüssigen oder gasförmigen Odoriermittel gerechnet werden muss.

Siehe § 30 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).

6.4 Umgang mit konzentriertem Odoriermittel

6.4.1

Transportbehälter für Odoriermittel müssen gegen übermäßige Wärme, z.B. Sonneneinstrahlung, geschützt sein.

6.4.2

Transportbehälter für Odoriermittel sind vorsichtig und mit aufgesetzter Ventilschutzkappe zu transportieren und zu lagern.

6.4.3

Das Verschütten oder Verspritzen von Odoriermittel und der unbeabsichtigte Austritt von gasförmigem Odoriermittel in die Umgebungsluft sind unbedingt zu vermeiden.

6.4.4

Transportbehälter für Odoriermittel sind nach Gebrauch sofort zu verschließen.

6.4.5

Alle Arbeiten im Aufstellraum der Odorieranlage sind unter Berücksichtigung der möglichen Gefahren und unter Anwendung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen auszuführen.

6.4.6

Im Aufstellraum der Odorieranlage sowie beim Umgang mit konzentriertem Odoriermittel außerhalb dieses Raumes ist das Rauchen und Umgehen mit Feuer und offenem Licht verboten.

6.4.7

Das Betreten des Aufstellraumes der Odorieranlage durch Unbefugte ist verboten.

6.5 Schutzmaßnahmen gegen ausgelaufenes Odoriermittel

6.5.1

Etwa ausgelaufenes Odoriermittel muss mit einem geeigneten Saugmittel, z.B. Aktivkohle, abgedeckt werden. Das mit dem Odoriermittel getränkte Saugmittel ist anschließend aufzunehmen und an einen geeigneten Ort zu bringen. Das Odoriermittel muss dann unschädlich gemacht werden.

6.5.2

Bei allen Arbeiten zur Beseitigung von ausgelaufenem Odoriermittel sind in jedem Falle Säureschutzbrille, Säureschutzanzug, Schutzhandschuhe und Atemschutzgerät zu tragen.