DGUV Regel 101-021 - Schornsteinfegerarbeiten (bisher: BGR 218)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 7.1, 7 Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren in Beh...
Abschnitt 7.1
Schornsteinfegerarbeiten (bisher: BGR 218)
Titel: Schornsteinfegerarbeiten (bisher: BGR 218)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 101-021
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.1 – 7 Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren in Behältern und engen Räumen

7.1 Vorbereitende Maßnahmen

7.1.1

Vor Beginn der Arbeiten in Behältern und engen Räumen muss vom BSM festgestellt werden,

  • welche Stoffe oder Zubereitungen die Behälter und enge Räume enthalten oder während der Arbeiten in ihnen auftreten können,

  • welche Einrichtungen in Behältern und engen Räumen enthalten sind oder während der Arbeiten in diese eingebracht werden.

Siehe § 16 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Bauarbeiten" (BGV C22) und BG-Regel "Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen (BGR 117-1).

Stoffe oder Zubereitungen bei Schornsteinfegerarbeiten sind

z.B. Verbrennungsrückstände, Reinigungsmittel, Rückstände von Räucher- und Röstgut. Hinweise sind den Betriebsabläufen oder Lieferantennachweisen zu entnehmen.

Einrichtungen sind z.B. Fördereinrichtungen, Brandschutzklappen, elektrische Betriebsmittel (Handleuchten.)

7.1.2

In Behältern und engen Räumen dürfen Leuchten und ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel nur mit Schutzkleinspannung oder Schutztrennung betrieben werden.

Siehe § 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" (BGV A3) und BG-Information "Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung" (BGI 594).

7.1.3

Bei Arbeiten in Behältern und engen Räumen müssen Versicherte mit einem zuverlässigen außerhalb der Behälter oder engen Räumen stehenden Sicherungsposten jederzeit in Kontakt stehen.

Siehe § 8 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) und BG-Regel "Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen" (BGR 117-1).

In der Regel besteht der jederzeitige Kontakt aus einer Sichtverbindung. Ist eine Sichtverbindung nicht möglich, kann ein dauernder Kontakt z.B. über Sprechverbindung aufrechterhalten werden.

7.1.4

Der Sicherungsposten darf während des Sicherungseinsatzes mit keiner anderen Tätigkeit betraut werden, noch eine solche ausüben.

Siehe § 5 der Unfallverhütungsvorschrift "Bauarbeiten" (BGV C22).

7.1.5

Ein Sicherungsposten ist nicht erforderlich, wenn nachgewiesen worden ist, dass

  • keine Gefahren durch Stoffe oder Einrichtungen mehr vorhanden sind,

  • keine Gefahren durch Stoffe oder Einrichtungen mehr auftreten können

    und

  • die Behälter und engen Räume von den Versicherten ohne fremde Hilfe ungehindert verlassen werden können.

Siehe auch § 8 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) und BG-Regel "Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen" (BGR 117-1).