DGUV Regel 101-021 - Schornsteinfegerarbeiten (bisher: BGR 218)

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Abschnitt 5.3, 5.3 Elektrische Anlagen
Abschnitt 5.3
Schornsteinfegerarbeiten (bisher: BGR 218)
Titel: Schornsteinfegerarbeiten (bisher: BGR 218)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 101-021
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.3 – 5.3 Elektrische Anlagen

5.3.1

Bei Arbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen und deren Anschlüssen sind die Schutzabstände nach Tabelle 1 einzuhalten.

Für die Bemessung der Schutzabstände ist das Ausschwingen von Leitungsseilen und der Bewegungsraum der Versicherten einschließlich der von ihnen bewegten Werkzeuge zu berücksichtigen.

Siehe § 16 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift "Bauarbeiten" (BGV C22).

Tabelle 1: Schutzabstände
NennspannungSchutzabstand
bis 1000 V1,0 m
über 1 kV bis 110 V3,0 m
über 110 kV bis 220 kV4,0 m
über 220 kV bis 380 kV oder bei unbekannter Nennspannung5,0 m

5.3.2

Nicht isolierte elektrische Freileitungen unter 1 kV müssen zu Laufstegen einen Schutzabstand nach oben von 2,5 m, nach unten und seitlich von 1,25 m aufweisen.

Siehe § 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" (BGV A3).

5.3.3

An Abgasanlagen, an denen Schornsteinfegerarbeiten von den Standflächen B oder C nach DIN 18160-5 ausgeführt werden, müssen nicht isolierte elektrische Freileitungen für Nennspannungen unter 1 kV

  • einen vertikalen Schutzabstand zur Mündung der Abgasanlage von 2,5 m bei über der Mündung geführter Leitung,

  • einen waagerechten Schutzabstand zur Außenwand der Abgasanlage, von 0,8 m bei seitlich oberhalb der Mündung geführter Leitung und 1,2 m bei seitlich unterhalb der Mündung geführter Leitung

  • aufweisen (siehe Bild 1).

Siehe § 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" (BGV A3) und § 16 der Unfallverhütungsvorschrift "Bauarbeiten" (BGV C22).

Bild 1: Schutzabstände

5.3.4

Sind an der Mündung der Abgasanlage Einrichtungen vorhanden, z.B. geschlossene Schornsteinaufsätze, die eine Berührung eines über die Mündung hinaus geführten Werkzeuges mit unter Spannung stehenden Teilen ausschließen, oder sind die Freileitungen isoliert, dürfen abweichend von Abschnitt 5.3.3 elektrische Freileitungen für Nennspannungen unter 1 kV bis auf einen waagerechten Mindestabstand zur Außenwand der Abgasanlage

  • von 0,4 m bei seitlich oberhalb der Mündung befindlicher Leitung,

  • von 0,2 m bei seitlich unterhalb der Mündung befindlicher Leitung

herangeführt sein (siehe Bild 2).

Siehe § 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" (BGV A3) und § 16 der Unfallverhütungsvorschrift "Bauarbeiten" (BGV C22).

Bild 2: Verringerung der Schutzabstände