DGUV Regel 101-015 - Sicherheitsregeln für den Feuerfestbau (bisher: BGR 188)

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Abschnitt 4.10, 4.10 Persönliche Schutzausrüstungen
Abschnitt 4.10
Sicherheitsregeln für den Feuerfestbau (bisher: BGR 188)
Titel: Sicherheitsregeln für den Feuerfestbau (bisher: BGR 188)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 101-015
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.10 – 4.10 Persönliche Schutzausrüstungen

4.10.1
Bereitstellung

4.10.1.1

Der Unternehmer hat den Versicherten für Arbeiten im Feuerfestbau die folgenden persönlichen Schutzausrüstungen als Grundausstattung zur Verfügung zu stellen:

  1. 1.

    Kopfschutz (Schutzhelme),

  2. 2.

    Fußschutz (Sicherheitsschuhe mit durchtrittsicherem Unterbau),

  3. 3.

    Handschutz (Schutzhandschuhe),

  4. 4.

    Hautschutz (Reinungungs- und Pflegemittel).

Kopfschutz siehe z.B.

  • DIN 4840 "Arbeitsschutzhelme; Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung",

  • DIN EN 397 "Industrieschutzhelme; Deutsche Fassung prEN 397:1990".

Fußschutz siehe z.B.

  • DIN EN 344 "Anforderungen und Prüfverfahren für Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe für den gewerblichen Gebrauch; Deutsche Fassung EN 344:992",

  • DIN EN 345 "Spezifikation der Sicherheitsschuhe für den gewerblichen Gebrauch; Deutsche Fassung EN 345:1992".

4.10.1.2

In Abhängigkeit von den auszuführenden Arbeiten und den zu erwartenden Gefahren hat der Unternehmer zusätzlich zu der Grundausstattung nach Abschnitt 4.10.1.1 persönliche Schutzausrüstungen entsprechend den Tabellen 3 und 4 zur Verfügung zu stellen.

Tabelle 3: Zusätzlich zur Grundausstattung erforderliche persönliche Schutzausrüstungen
PSpersönliche Schutzausrüstungen
 
Tätigkeiten
 
Kopf
 
Gesicht
 
Augen
 
Atem
 
Gehör
 
Füße
Ganzer
Körper
Ausbrechen  X c(X) f, iX (X)
Beschichten
(Rollen,
Streichen,
Spachteln)
  X d    
Bohren
(außer Holz)
  X c    
Mischen X a X g (X) 
Sägen (Stein)       
-naß  X d(X) f, i   
-trocken  X c(X) fX  
Schleifen  X e(X) f   
Spritzen X a (X) f, g  X
Strahlen       
-naß X bX c(X) f, i XX
-trocken X bX c(X) i  X
-Dampf X bX c(X) f XX
-Heißdampf X bX c(X) f XX
Trennschneiden  X cX fX  
es bedeuten:X = erforderlich
(X) = fallweise, je nach Art der Tätigkeit, erforderlich
 Index-Buchstaben =Ausführungsart, Bezeichnung
 (a - i)(siehe Tabelle 3b)
Tabelle 4: Bezeichnung, Ausführungsarten, Kennzeichnung von erforderlichenfalls zusätzlichen persönlichen Schutzausrüstungen
persönliche SchutzausrüstungenIndexBezeichnungZH 1-Nr.
GesichtsschutzaGesichts-Schutzschirm1923
 bStrahlerhelm mit Sicherheitsscheiben,
Verschleiß-Scheiben und Schutzgitter
 
AugenschutzcKorbbrille mit einer Sichtscheibe1924
 dKorbbrille mit einer Sichtscheibe1925
 eKorbbrille mit zwei Sichtscheiben1926
AtemschutzfFiltergerät,
Partikelfilter
1347
 gFiltergerät,
Kombinationsfilter
 
 hFiltergerät
Gasfilter
 
 iIsoliergerät,
Druckluftschlauchgerät
 
Fußschutz Sicherheitsstiefel1878
Ganzkörperschutz Strahlerschutzanzug1059
Anseilschutz  709/710

4.10.1.3

Für Arbeiten unter Hitzeeinwirkung oder mit kurzzeitiger Flammeneinwirkung (z.B. Reparaturen in Heißbetrieben oder -anlagen) können zusätzlich zu den Forderungen entsprechend Abschnitt 4.10.1.2 (siehe Tabellen 3 und 4) folgende persönliche Schutzausrüstungen erforderlich sein:

  1. 1.

    Schutzkleidung gegen Wärmestrahlung (Hitzeschutzkleidung)

    • für leichte Beanspruchung nach DIN 32 764 Teil 11 "Schutzkleidung gegen Wärmestrahlung; Schutzanzüge für leichte Beanspruchung (Typ WL); Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung"

      oder

    • für schwere Beanspruchung nach DIN 32 764 Teil 1 "Schutzkleidung gegen Wärmestrahlung; Schutzkleidung für schwere Beanspruchung (Typ WS); Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung".

  2. 2.

    Sicherheitsschuhe mit wärmeisolierendem Unterbau (Hitzeschuhe) nach DIN EN 345 "Spezifikation der Sicherheitsschuhe für den gewerblichen Gebrauch; Deutsche Fassung EN 345:1992" und der Zusatzkennzeichnung HI im zusammengebauten Zustand für Arbeiten, bei denen heiße Flächen (z.B. Decken von Koksöfen, Gewölbe von Glaswannen, Tunnelöfen) betreten werden müssen.

  3. 3.

    Schutzhelme mit Schale aus Duroplasten und hitzebeständiger Innenausstattung, Ausführung W nach DIN 4840 "Arbeitsschutzhelme; Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung".

Die Versicherten sollten dazu angehalten werden, bei Arbeiten unter Hitzeeinwirkung keine Wäschestücke aus leicht schmelzenden Kunststoffen, z.B. Nylon, Perlon, zu tragen. Derartige Materialien verursachen beim Schmelzen Verunreinigungen der Poren und von Brandwunden, die dadurch schwer heilen.

Siehe auch "Regeln für den Einsatz von Schutzkleidung" (ZH 1/700) und "Sicherheitsregeln für Industrieöfen und Trockner der keramischen und Glas-Industrie" (ZH 1/498).

Als Hitzeschuhe sollen halbhohe Sicherheitsschuhe oder -stiefel getragen werden, um zu verhindern, daß bei Heißarbeiten heißes Material in die Schuhe fallen kann. Die Arbeitshose sollte über die Hitzeschuhe oder -stiefel reichen. Die Abdichtung zwischen Arbeitshose und Hitzeschuhen kann auch mit Gamaschen erfolgen.

Hitzeschuhe werden auch mit durchtrittsicherem Unterbau hergestellt. Solche Schuhe sind zu benutzen, wenn neben der Hitze mit dem Eintreten in spitze, scharfe Gegenstände zu rechnen ist.

4.10.2
Benutzung

Die Versicherten haben die zur Verfügung gestellten persönlichen Schutzausrüstungen zweckentsprechend zu benutzen. Sie haben die persönlichen Schutzausrüstungen vor der Benutzung auf ordnungsgemäßen Zustand und erkennbare Mängel zu prüfen. Mangelhafte persönliche Schutzausrüstungen dürfen nicht benutzt werden.

3

Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.

4

Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.

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Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.

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Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.

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Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.

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Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.

9

Diese Merkblätter sind in Kürze als "Regeln für den Einsatz von ..." (ZH 1/700 bis 711) erhältlich.