DGUV Regel 109-007 - Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV...

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Abschnitt 5.18, 5.18 Persönliche Schutzausrüstungen
Abschnitt 5.18
Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV-R 153)
Titel: Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV-R 153)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.18 – 5.18 Persönliche Schutzausrüstungen

5.18.1

Der Unternehmer hat den Versicherten gegen Wärmestrahlung und Verbrennungen, z.B. an heißen Bauteilen oder durch flüssiges Salz, sowie gegen Einatmen von Salzstäuben geeignete persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen.

Geeignete persönliche Schutzausrüstungen sind z.B.:

  1. 1.

    Gesichtsschutzschirme; siehe Regel "Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz" (BGR/GUV-R 192). Bewährt haben sich insbesondere Gesichtsschutzschirme aus selbstlöschendem Polykarbonat.

  2. 2.

    Atemschutz; siehe Regel "Benutzung von Atemschutzgeräten" (BGR/GUV-R 190).

  3. 3.

    Schutzkleidung; siehe Regel "Benutzung von Schutzkleidung" (BGR/GUV-R 189). Bewährt zum Schutz gegen Verbrennungen durch flüssiges Salz hat sich mehrlagige Schutzkleidung. Die Schutzkleidung sollte aus chemisch-reinigungsbeständigem und gegen Brand imprägniertem festen Baumwollgewebe bestehen. Schutzkleidung aus Synthetikfasern ist ungeeignet.

  4. 4.

    Schutzhandschuhe; siehe Regel "Benutzung von Schutzhandschuhen" (BGR/GUV-R 195). Bewährt haben sich insbesondere mehrlagige, leicht abwerfbare Fausthandschuhe aus dichtem Baumwollgewebe mit Stulpe, deren äußere Lage bei Kontakt mit heißer Schmelze wegbrennt und abfällt.

  5. 5.

    Schutzschuhe, siehe Regel "Benutzung von Fuß- und Beinschutz" (BGR/GUV-R 191). Bewährt haben sich insbesondere Schnürstiefel aus Leder mit rutschfester Sohle.

Hinsichtlich der Verpflichtung des Tragens von persönlichen Schutzausrüstungen durch den Versicherten siehe § 15 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1).

5.18.2

Verschmutzte Schutzkleidung muss in angemessenen Zeitabständen gewechselt werden.

Bei der Reinigung der Schutzkleidung ist darauf zu achten, dass die Imprägnierung (z.B. schwer entflammbar oder gegen Säuren) erhalten bleibt bzw. erneuert wird.

Hinsichtlich der getrennten Aufbewahrung von Schutz- und Straßenkleidung siehe § 9 (3) Gefahrstoffverordnung.