DGUV Regel 109-007 - Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV...

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Abschnitt 5.11, 5.11 Einsatz und Betrieb von Salzpumpen
Abschnitt 5.11
Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV-R 153)
Titel: Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV-R 153)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.11 – 5.11 Einsatz und Betrieb von Salzpumpen

5.11.1

Über den Einsatz und Umgang mit der Salzpumpe ist eine Betriebsanweisung zu erstellen.

Die Versicherten sind entsprechend Abschnitt 5.2.3 mit der Betriebsanweisung zu unterweisen.

5.11.2

Die Bedienung der Salzpumpe hat durch eine fachkundige Person, die während des Betriebes der Pumpe nur mit dieser Aufgabe betraut ist, zu erfolgen.

5.11.3

Der Bediener der Salzpumpe hat Veränderungen an der Anlage, welche die Sicherheit beeinträchtigen, sofort zu melden und die Anlage bis zur Wiederherstellung der Betriebssicherheit außer Betrieb zu setzen. Probleme, Beschädigungen sowie jede Abweichung vom normalen Betriebszustand sind dem Verantwortlichen zu berichten.

5.11.4

Der Unternehmer hat die Versicherten anzuweisen, die erforderliche persönliche Schutzausrüstung zu benutzen.

Die persönliche Schutzausrüstung ist auch unter dem Gesichtspunkt von plötzlich austretendem Salz aus dem Pumpsystem festzulegen.

5.11.5

Der für den Pumpvorgang vorgesehene Arbeitsbereich ist für betriebsfremde sowie nicht autorisierte Personen zu sperren. Der Arbeitsbereich ist von Lagergut und insbesondere von brennbaren Materialien soweit möglich zu räumen. Der Arbeitsbereich sollte ausreichend Bewegungsfreiheit für den Bedienvorgang gewährleisten. Fluchtmöglichkeiten sind einzurichten und freizuhalten.

5.11.6

Vor jeder Inbetriebnahme ist die Salzpumpe, die Förderleitung und die elektrische Installation der Salzpumpe einer Sichtprüfung zu unterziehen.

5.11.7

Die Salzpumpe darf nur in trockenem, vorgewärmtem und gereinigtem Zustand in die Salzschmelze eingebracht werden.

5.11.8

Der Auslauf der Salzpumpe darf beim Einbringen in die Salzschmelze nicht in Richtung von Wasserbädern, anderen Salzbädern oder Personen zeigen, so dass Dampf, welcher durch Restfeuchtigkeit in der Pumpe bzw. der hier angeschlossenen Rohrleitung entsteht, keine Gefahr darstellt.

5.11.9

Die Salzpumpe ist so zu befestigen, dass sie bei Anlauf in Position bleibt und nicht herumschlagen kann.

5.11.10

Die Förderleitung ist vorzugsweise als Rohrleitung auszuführen. Die Leitung ist zu befestigen sowie gegen Berührung und vor Auskühlung thermisch zu isolieren. Muss die Förderleitung zum Umsetzen des Auslaufs beweglich sein, kann der dem Auslauf vorangehende Teilabschnitt der Leitung als Metallschlauch ausgeführt sein.

5.11.11

Vor jeder Inbetriebnahme sind die Verbindungen der Förderleitungen auf Dichtheit zu prüfen und nachzuziehen.

5.11.12

Zur Vermeidung von ungewolltem Nachlaufen von flüssigem Salz muss das Niveau des Salzauslaufs immer über dem Niveau der Salzschmelze im Salzbad liegen. Ist dies nicht möglich, muss durch andere geeignete Maßnahmen wie Bypass oder Rohrbelüftung das selbsttätige Nachlaufen des Salzes und damit gegebenenfalls eine Überfüllung ausgeschlossen werden.

5.11.13

Die Behälter, in welche die Salzschmelze umgepumpt wird, müssen dicht, trocken, temperaturbeständig, unbeschichtet und frei von Verunreinigungen sein.

5.11.14

Wird die Salzschmelze zur Entsorgung in Fässer gefüllt, müssen diese den Transportvorschriften genügen.

Hinweis zu den Transportvorschriften: Gebrauchte Härtesalze sind durchweg transportrechtlich als Gefahrgut eingestuft. Die für die Entsorgung und den damit verbundenen Transportvorgang verwendeten Verpackungen (Stahlblechfässer) müssen den Transportvorschriften genügen. Dies wird durch eine entsprechende Kennzeichnung auf den Gebinden ausgewiesen.

5.11.15

Während des Befüllens dürfen die Behälter nicht auf brennbarem Untergrund wie z.B. einer Holzpalette oder einem mit Kunststoff versiegelten Betonboden stehen.

5.11.16

Muss der Inhalt des Salzbades in mehrere Behälter umgepumpt werden, ist für das Bereitstellen eines neuen Behälters bzw. das Umhängen des Auslaufs der Pumpvorgang zu unterbrechen.

Bei längeren Unterbrechungen besteht die Gefahr, dass die restliche Menge der Salzschmelze erstarrt. Ein Nachheizen des Salzbades ist bei geringem Füllstand meist nicht möglich.

5.11.17

Nach dem Abstellen der Salzpumpe ist der Auslauf der Förderleitung anzuheben und über den Salzbadspiegel des befüllten Behälters zu bringen. Hiermit wird der Rücklauf der geförderten Salzschmelze zum Salzbad verhindert.

5.11.18

Nach Gebrauch sind Salzpumpen entsprechend den Angaben des Herstellers mit geeigneten Mitteln zu reinigen und in gereinigtem Zustand zu lagern.

5.11.19

Reparatur- und Wartungsarbeiten dürfen nur an kalten und sauberen Salzpumpen vorgenommen werden. Hierbei ist ebenfalls die erforderliche persönliche Schutzausrüstung zu tragen.