DGUV Regel 109-007 - Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV...

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Abschnitt 5.2, 5.2 Betriebsanweisungen und Unterweisungen
Abschnitt 5.2
Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV-R 153)
Titel: Wärmebehandlung von Metallen in Salzbädern (bisher: BGR/GUV-R 153)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.2 – 5.2 Betriebsanweisungen und Unterweisungen

5.2.1

Der Unternehmer hat eine Betriebsanweisung in verständlicher Form und Sprache nach § 14 Gefahrstoffverordnung zu erstellen.

Siehe auch TRGS 514 Abschnitt 4.5, TRGS 515 Abschnitt 5.5 und TRGS 555.

5.2.2

Der Unternehmer stellt vor Aufnahme des Betriebes sicher, dass

  1. 1.

    den Versicherten eine schriftliche Betriebsanweisung zugänglich gemacht wird,

  2. 2.

    die Versicherten anhand der Betriebsanweisung mündlich und arbeitsplatzbezogen unterwiesen werden,

  3. 3.

    die Betriebsanweisung an geeigneter Stelle ausgelegt ist.

Hinsichtlich der mindestens einmal jährlichen Unterweisungspflicht siehe § 4 Abs. 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1); hinsichtlich der schriftlichen Bestätigung der Unterweisung siehe § 14 Gefahrstoffverordnung; hinsichtlich der Befolgung von Weisungen siehe § 15 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1).

5.2.3

Der Unternehmer hat die Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung muss erforderlichenfalls wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen. Die Unterweisung ist zu dokumentieren. Bei Leiharbeitnehmern hat der Entleiher die Pflicht zur Unterweisung.

Siehe auch § 12 Arbeitsschutzgesetz und § 4 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1).

Bei der Unterweisung wird unterschieden in

  • Erstunterweisung,

  • Wiederholungsunterweisung,

  • Anlassbezogene Unterweisung.

Die Erstunterweisung erfolgt bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Versicherten.

Sie soll insbesondere beinhalten:

  • das Verhalten im Normalbetrieb,

  • die konkreten, arbeitsplatzbezogenen Gefährdungen,

  • die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung (Bedeutung und Pflicht zur Beachtung),

  • Alarm- und Rettungsplan,

  • Verhalten bei Unfällen, Bränden und Betriebsstörungen,

  • Grenzen des eigenständigen Verhaltens, z.B. Anfahren der Ofenanlage, Eingriffe in besonderen Situationen nur nach Qualifizierung.

Die Wiederholungsunterweisung erfolgt regelmäßig (mindestens einmal jährlich, bei Jugendlichen mindestens halbjährlich). Sie beinhaltet die wesentlichen Inhalte der Erstunterweisung unter Berücksichtigung der Relevanz und des Kenntnisstandes der Versicherten. Auf organisatorische Maßnahmen und Verhalten der Versicherten, die im täglichen Betriebsablauf nicht reibungslos funktionieren, sollte ebenfalls eingegangen werden.

Die anlassbezogene Unterweisung erfolgt zeitnah zum gegebenen Anlass und beinhaltet die Maßnahmen und das Verhalten beim jeweiligen Vorkommnis oder bei vergleichbaren Situationen.

Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen ist im Rahmen der Unterweisung eine allgemeine arbeitsmedizinisch toxikologische Beratung durchzuführen (GefStoffV § 14 (3)). Die Beratung ist unter Beteiligung des Betriebsarztes durchzuführen, falls dies aus arbeitsmedizinischen Gründen erforderlich sein sollte.