DGUV Regel 103-006 - Regeln für die Sicherheit von Einrichtungen zur drahtlosen ...

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Abschnitt 4.2, 4.2 Steuergeräte
Abschnitt 4.2
Regeln für die Sicherheit von Einrichtungen zur drahtlosen Übertragung von Steuerbefehlen (bisher: BGR 149)
Titel: Regeln für die Sicherheit von Einrichtungen zur drahtlosen Übertragung von Steuerbefehlen (bisher: BGR 149)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 103-006
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.2 – 4.2 Steuergeräte

4.2.1

Der Übertragungsbereich sollte auf den Arbeitsbereich begrenzt sein.

Dies wird z.B. bei Funkfernsteuerungen erreicht, wenn die Senderausgangsleistung

  1. -

    bei Seilwinden auf 50 mW,

  2. -

    bei Kranen auf 100 mW,

  3. -

    bei Lokomotiven auf 1000 mW

begrenzt wird.

4.2.2

Tragbare Steuergeräte müssen so beschaffen sein, daß der Benutzer durch sie bei seiner Tätigkeit möglichst wenig behindert wird.

4.2.3

Auf das Gehäuse des Steuergerätes einwirkende Schläge und Stöße, wie sie z.B. beim Fallen aus 1 m Höhe auftreten können, dürfen keine Steuerbefehle auslösen bzw. es muß dann die Möglichkeit der Stillsetzung noch gegeben sein.

Dies schließt die Berücksichtigung weiterer konkreter Prüfbedingungen, z.B. für Eisenbahnen der "Sicherheitsregeln für den Betrieb von Funkfernsteueranlagen bei Eisenbahnen" (ZH 1/12), VDV-Schrift 201-8/92 "Bedingungen für die Gestaltung von Funkfernsteuerungsanlagen für Triebfahrzeuge von nichtbundeseigenen Bahnen", nicht aus.

4.2.4

Steuergeräte müssen mit einer Warneinrichtung ausgerüstet sein, die die Erschöpfung der Stromquelle so rechtzeitig anzeigt, daß ein sicherer Betriebszustand der zu steuernden Anlage noch erreicht werden kann. Die Warnung muß bis zum Abschalten kontinuierlich erfolgen.

Sicherer Betriebszustand bedeutet z.B. bei Kranen:

  • gezieltes Absetzen der Last,

  • Einlegen der Windsicherung bei dem Wind ausgesetzten Kranen,

  • Lösen der Drehkranbremse bei Turmdrehkranen,

  • Betätigen des Kranschalters.

4.2.5

Steuergeräte müssen so beschaffen sein, daß auch bei Erschöpfung der Stromquelle keine ungewollten Steuerbefehle erteilt werden.

4.2.6

Steuergeräte müssen mit Einrichtungen versehen sein, mit denen bei Handlungsunfähigkeit des Geräteführers ein sicherer Zustand herbeigeführt wird.

Dies wird z.B. erreicht durch Neigungsschalter oder selbstrückstellende Schalter.

4.2.7

Bei Auftreten eines Fehlers im Steuergerät, durch den sich das Adreßmerkmal ändert, darf keine gültige neue Adresse gebildet werden.