DGUV Regel 103-005 - Einsatz von Steigbolzen und Steigbolzengängen (bisher: BGR ...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 5, 5 Anbau und Anordnung
Abschnitt 5
Einsatz von Steigbolzen und Steigbolzengängen (bisher: BGR 140)
Titel: Einsatz von Steigbolzen und Steigbolzengängen (bisher: BGR 140)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 103-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5 – 5 Anbau und Anordnung

5.1

Steigbolzengänge sind vorwiegend an senkrechten oder nahezu senkrechten Bauteilen der Maste zu befestigen.

5.2

Steigbolzengänge dürfen auch an Hilfskonstruktionen (siehe Bild 5) angebracht sein. Für eine ausreichende Auftrittstiefe muss der Abstand zwischen Mitte des Steigbolzens und Mastbauteilen mindestens 150 mm betragen.

5.3

Bei Steigbolzengängen muss der durch die Ebenen der beiden Läufe zum Benutzer hin gebildete Winkel mindestens 90 betragen; er darf jedoch höchstens 180 betragen (siehe Bild 6).

5.4

An Masten mit rundem oder vieleckigem Querschnitt sind Steigbolzengänge bis zu einem Mastaußendurchmesser von 500 mm zulässig (siehe Bild 7).

5.5

Die Steigbolzen sollten grundsätzlich einen gleichbleibenden Abstand von ≤ 333 mm aufweisen (siehe Bild 8).

Bild 5: Zweiläufiger Steigbolzengang an Hilfskonstruktionen

Bild 6: Zweiläufiger Steigbolzengang an Freileitungsmast-Eckstiel

Bild 7: Zweiläufiger Steigbolzengang an Stahlrohrmasten

Bild 8: Zweiläufiger Steigbolzengang an Freileitungsmast-Eckstiel

5.6

Können aufgrund der Konstruktion eines Mastes die Abstände zwischen den einzelnen Steigbolzen nicht gleich sein, dürfen zwei aufeinander folgende Steigbolzen bis zu 100 mm voneinander abweichen, aber einen Abstand von insgesamt 403 mm nicht überschreiten.

5.7

Im Bereich von Querträgeranschlüssen sind anstelle von Steigbolzen Bauteile als Auftritte zulässig.

Siehe Abschnitt 8.4.3.7 DIN VDE 0210.

5.8

Werden in Steigbolzengängen Steigbolzen mit Sicherungseinrichtungen eingebaut, darf deren Abstand 2 m nicht überschreiten (Siehe Bild 5).