DGUV Regel 103-005 - Einsatz von Steigbolzen und Steigbolzengängen (bisher: BGR ...

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Abschnitt 4.2, 4.2 Ausführung
Abschnitt 4.2
Einsatz von Steigbolzen und Steigbolzengängen (bisher: BGR 140)
Titel: Einsatz von Steigbolzen und Steigbolzengängen (bisher: BGR 140)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 103-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.2 – 4.2 Ausführung

4.2.1

Steigbolzen nach Abschnitt 2 Nr. 1 und 2 müssen eine ausreichende Festigkeit besitzen und trittsicher befestigt sein.

Eine trittsichere Befestigung wird z.B. bei Schraubbefestigung durch Verwendung geeigneter U-Scheiben und Federringe erreicht.

4.2.2

Steigbolzen nach Abschnitt 2 Nr. 1 müssen für eine auf das freie Ende des Bolzens lotrecht wirkende Kraft, d.h. für eine Einzellast von mindestens 1500 N, bemessen sein.

Bei der Bemessung der auf die Steigbolzen wirkenden Kräfte wird von der Benutzung der Steigbolzen durch eine einzelne Person mit einem Gewicht von 100 kg inklusive einer zu befördernden Last ausgegangen.

4.2.3

An Freileitungsmasten dürfen Steigbolzen nach Abschnitt 2 Nr. 1 nach den für Ausnahmebelastung zulässigen Beanspruchungen gemäß DIN VDE 0210 "Bau von Starkstrom-Freileitungen mit Nennspannungen über 1 kV" bemessen sein. Die Auftrittsbreite der Steigbolzen muss mindestens 150 mm, die Auftrittstiefe mindestens 20 mm oder der Durchmesser bei Rundprofilen mindestens 24 mm betragen.

Die Ausführung der Steigbolzen muss durch eine ausreichende Auftrittsbreite ein vollständiges Aufsetzen eines Fußes zwischen Mastbauteilen und den Abrutschsicherungen der Steigbolzen ermöglichen. Eine ausreichende Bemessung der Aultrittsfläche bzw. der Rundprofildurchmesser ist wesentlich für die Rutschsicherheit.

Zu Auftrittsbreiten und -flächen siehe auch E DIN EN 13101-1 "Steigeisengänge; Teil 1: Anforderungen und Kennzeichnung".

Beispiele siehe Bilder 5 bis 7.

4.2.4

Steigbolzen mit Sicherungseinrichtung nach Abschnitt 2 Nr. 2 müssen für eine auf den Anschlagpunkt wirkende Kraft von 20 kN bemessen sein. Die Sicherungseinrichtung muss so ausgeführt sein, dass die zum Einsatz kommenden Sicherungsseile reibungsarm geführt werden.

Steigbolzen mit Sicherungseinrichtung fallen unter den Anwendungsbereich der Norm DIN EN 795 "Schutz gegen Absturz; Anschlageinrichtungen; Anforderungen und Prüfverfahren".

Durch die zweisträngige Belastung der Steigbolzen mit Sicherheitseinrichtung verdoppelt sich die Prüfkraft gemäß DIN EN 795 von 10 kN auf 20 kN. Eine Verformung des Steigbolzens mit Sicherheitseinrichtung im Falle einwirkender Fangstoßkräfte ist zulässig. Die Sicherungsfunktion muss erhalten bleiben.