DGUV Regel 113-006 - Einsatz von Fahrzeugen in Explosivstoffbetrieben (bisher: B...

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Anhang 1, Muster einer Betriebsanweisung für Fahrzeugführer ...
Anhang 1
Einsatz von Fahrzeugen in Explosivstoffbetrieben (bisher: BGR 123)

Anhangteil

Titel: Einsatz von Fahrzeugen in Explosivstoffbetrieben (bisher: BGR 123)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 113-006
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 1 – Muster einer Betriebsanweisung für Fahrzeugführer von Fahrzeugen in Explosivstoffbetrieben

  1. 1

    Jeder Fahrzeugführer muss einsatzbezogen die BG-Regel "Einsatz von Fahrzeugen in Explosivstoffbetrieben" (BGR 123), die Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29) und als Fahrzeugführer von Flurförderzeugen außerdem die Unfallverhütungsvorschrift "Flurförderzeuge" (BGV D27) kennen und befolgen.

  2. 2

    Der Fahrzeugführer sollte während der Arbeitszeit seine Fahrerlaubnis mitführen.

  3. 3

    Die Betriebsanweisung für Fahrzeugführer von Fahrzeugen in Explosiv-stoffbetrieben muss im Fahrzeug vorhanden sein.

  4. 4

    Jede Störung am Fahrzeug ist unverzüglich zu melden. Treten Sicherheitsmängel am Fahrzeug während des Betriebes auf, ist das Fahrzeug unverzüglich stillzusetzen.

  5. 5

    Vor Fahrtbeginn hat sich der Fahrzeugführer vom betriebssicheren Zustand von Zugfahrzeug und Anhängefahrzeug zu überzeugen. Er hat insbesondere zu prüfen, ob

    1. a)

      der vorgeschriebene Feuerlöscher vorhanden ist,

    2. b)

      die mitzuführenden Vorlegeklötze vorhanden und gebrauchsfähig sind,

    3. c)

      genügend Treibstoff und Kühlwasser vorhanden sind,

    4. d)

      die Abgaswäsche (Wasservorlage) vorschriftsmäßig mit Wasser gefüllt ist.

  6. 6

    Fahrzeuge, die Sicherheitsmängel aufweisen, dürfen nicht in Betrieb genommen werden. Auftretende Mängel, die nicht vom Fahrzeugführer selbst behoben werden können, sind umgehend dem Vorgesetzten zu melden. Eigenmächtige Änderungen und Instandsetzungen sind untersagt. Dem Vorgesetzten ist jeder Unfall unmittelbar zu melden.

  7. 7

    Der Fahrzeugführer ist für eine ordnungsgemäße Beladung der Fahrzeuge verantwortlich. Die Ladung muss so verstaut sein, dass sie nicht über die Begrenzung der Ladefläche hinausragt und weder umfallen, herabfallen noch ein Umkippen des Fahrzeuges verursachen kann.

    Auf unebenem Gelände sind nicht an ein Zugfahrzeug angekoppelte Anhänger während des Be- und Entladens und während des An- und Abkuppelns festzustellen, z.B. durch Vorlegeklötze.

  8. 8

    Der Fahrzeugführer darf Personen auf Fahrzeugen nur mitnehmen, wenn besondere Sitze oder Mitfahrerstände vorhanden sind.

  9. 9

    Normalfahrzeuge dürfen bis auf 20 m an die gefährlichen Gebäude oder ihre Umwallung heranfahren oder ohne Halt auch an den gefährlichen Gebäuden vorbeifahren.

  10. 10

    Der Fahrzeugführer darf mit geschützten und explosivstoffgeschützten Fahrzeugen nur bis an die gefährlichen Gebäude heranfahren.

  11. 11

    Der Fahrzeugführer darf in Gebäude, die Explosivstoff enthalten, hineinfahren, wenn er dafür vom Unternehmer ausdrücklich beauftragt worden ist.

  12. 12

    Vor den Walldurchgängen und vor den Türen gefährlicher Gebäude dürfen Fahrzeuge nur so abgestellt werden, dass die Flucht- und Rettungswege nicht - auch nicht vorübergehend - versperrt sind.

  13. 13

    Fahren auf Verkehrswegen Fahrzeuge mit nicht versandmäßig verpacktem Explosivstoff und andere Fahrzeuge, ist hintereinander ein Abstand von 20 m einzuhalten.

  14. 14.

    Die jeweils festgesetzte Höchstgeschwindigkeit darf auf keinen Fall, auch nicht bei Talfahrten, überschritten werden. Bei unübersichtlichen Wegstrecken, vor Einmündungen, Kreuzungen, Ausfahrten und Gleisübergängen, in Kurven und Gefällstrecken ist die Geschwindigkeit zu verringern und besondere Vorsicht geboten.

    Bei Abwärtsfahrten darf der Motor nicht abgestellt und nicht ausgekuppelt werden. Der Motor ist möglichst als Bremse zu benutzten, um die Bremsanlage vor übermäßiger Erwärmung zu schützen.

  15. 15

    Bei Dunkelheit oder Nebel dürfen Fahrzeuge nur mit eingeschalteter Beleuchtung gefahren werden. Auf Verkehrswegen dürfen die Fahrzeuge bei Dunkelheit nicht unbeleuchtet abgestellt werden.

  16. 16

    Beim Verlassen des Fahrzeuges hat der Fahrzeugführer den Zündschlüssel abzuziehen oder sonstige Maßnahmen gegen ein Ingangsetzen des Motors durch Unbefugte zu treffen. Das Fahrzeug ist durch Anziehen der Feststellbremse zu sichern. Bei Gefälle sind die mitgeführten Vorlegeklötze zu verwenden.