DGUV Regel 109-001 - Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von...

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Anhang 3, Beispiel eines Explosionsschutzdokuments
Anhang 3
Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von Staubbränden und Staubexplosionen (bisher: BGR 109)

Anhangteil

Titel: Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von Staubbränden und Staubexplosionen (bisher: BGR 109)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 3 – Beispiel eines Explosionsschutzdokuments

Explosionsschutzdokument
nach § 6 der Betriebssicherheitsverordnung
Beurteilung der Explosionsgefahr beim Schleifen von Werkstücken aus Aluminium
 
Betriebsbereich:(Anlage: Lageplan)
Arbeitsbereich:(Anlage: Aufstellungsplan)
Verantwortlicher:befähigte Personen:
Beschreibung des Verfahrens und der Arbeitsabläufe einschließlich Auslegungs- und Betriebsdaten:
Trockenschleifen von Aluminiumwerkstücken mit druckluftbetriebenen Handschleifmaschinen in einer geschlossenen Kabine. Absaugung der entstehenden Al-Stäube über eine Absaugwand, die über eine Rohrleitung mit einem Trockenabscheider verbunden ist. Zuluftnachführung an der der Absaugwand gegenüberliegenden Seite der Kabine über geeignete Einströmöffnungen.
Auslegungs- und Betriebsdaten: Atmosphärische Bedingungen, Raumtemperatur 20 bis 25 C, Arbeitsraumvolumen (Kabine) 60 m3, Luftwechselzahl 120 l/h, Luftleistung Trockenabscheider 7200 m3/h, Rohgaskonzentration maximal 100 mg/m3, zusätzlich Staubabsaugeinrichtung für Kabinenreinigung mit Anschluss an den Trockenabscheider.
Arbeitskabine: Zugang über automatisches, elektr. angetriebenes Rolltor. Innenwände der Kabine und Werkstückauflagen aus nicht funkenreißendem Material. Betrieb der Handmaschinen nur bei geschlossenem Tor und eingeschalteter Absaugung möglich (Unterdruck). Alle eingesetzten Arbeitsmittel entsprechen der Gerätegruppe II, Kategorie 3 D gemäß RL 94/9/EG.
Trockenabscheider: Aufstellung außerhalb des Gebäudes an der Außenwand. Explosionsdruckstoßfest für einen reduzierten Explosionsüberdruck von 0,4 bar einschließlich der reingasseitig angeordneten Anlagenteile, rohgasseitige Entkoppelung über Schnellschlussschieber, Druckentlastung des Filtergehäuses über Berstscheibe, Druckentlastung so, dass Gefährdungen für Beschäftigte und Dritte - z.B. durch Flammen- und Druckwirkung - verhindert ist, Überwachung der Filtereinheit mittels Durchbruchwächter, Staubaustrag über explosionsfeste und flammendurchschlagsichere Zellenradschleuse. Abluft wird über Dach abgeführt.
Arbeitsablauf: Zuführung der Werkstücke durch geöffnetes Rolltor. Bearbeitung erst möglich bei geschlossenem Rolltor und eingeschalteter Absaugung. Bearbeitung unmittelbar vor der Absaugwand. Reinigung der Arbeitskabine und des Zugangsbereichs zur Arbeitskabine mittels Staubsaugeinrichtung bei eingeschalteter Absaugung jeweils nach Schichtende. Kontrolle und gegebenenfalls Entsorgung des gekennzeichneten Staubsammelbehälters nach Schichtende und Lagerung der geschlossenen Behälter in ausgewiesenen gekennzeichneten Bereichen.
Einsatzstoffe mit Mengenangabe1.Aluminiumstaub 1 ca. 20 g/Werkstück  Sicherheitsdatenblatt vorhanden
  in Gefahrstoffkataster eingetragen (Anlage: Gefahrstoffkataster)  
2.Aluminiumstaub 2 ca. 20 g/Werkstück  Sicherheitsdatenblatt vorhanden
  in Gefahrstoffkataster eingetragen (Anlage: Gefahrstoffkataster)  
Stoffdaten der entstehenden Stäube
Stoffdaten/KenngrößeAluminiumstaub
1
Aluminiumstaub
2
kritischer Wert
Korngröße (Medianwert)10 µm20 µm10 µm
Feuchte2 %2 %2 %
Mindestzündenergie< 3 mJ> 10 mJ< 3 mJ
Zündtemperatur560 C470 C470 C
Glimmtemperatur350 C320 C320 C
Untere Explosionsgrenze30 g/m360 g/m330 g/m3
Max. Explosionsüberdruck10 bar9 bar10 bar
Kst-Wert/Staubexplosionsklasse250 bar m/s
(St 2)
180 bar m/s
(St 1)
250 bar m/s
(St 2)
Brennzahl323