DGUV Regel 109-001 - Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von...

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Abschnitt 4.9.3, 4.9.3 Betriebsanweisungen
Abschnitt 4.9.3
Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von Staubbränden und Staubexplosionen (bisher: BGR 109)
Titel: Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von Staubbränden und Staubexplosionen (bisher: BGR 109)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.9.3 – 4.9.3 Betriebsanweisungen

4.9.3.1

Der Unternehmer hat für das Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium werkstoffbezogene Betriebsanweisungen in verständlicher Form und Sprache aufzustellen.

Eine Betriebsanweisung ist vom Unternehmer an die Versicherten gerichtet. Sie regelt das Verhalten in der Betriebsstätte zur Vermeidung von Unfall- und Gesundheitsgefahren. Sie dient als Grundlage für Unterweisungen; siehe § 4 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).

Ziel einer Abfassung in verständlicher Form und Sprache der Versicherten ist es, dass die Betriebsanweisung von den Versicherten verstanden und befolgt werden kann. Dies kann z.B. bedeuten, dass die Betriebsanweisung gegebenenfalls in der Muttersprache der Versicherten abgefasst werden muss.

Aluminiumspezifische Betriebsanweisungen sollten werkstoffbezogene Informationen vermitteln, dabei sollten z.B. folgende Punkte berücksichtigt sein:

  • Arbeitsbereich, Arbeitsplatz, Tätigkeit,

  • Gefahren für Mensch und Umwelt,

  • Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln,

  • Verhalten im Gefahrfalle,

  • Erste Hilfe,

  • sachgerechte Entsorgung.

Beispiel einer werkstoffbezogenen Betriebsanweisung siehe Anhang 5.

Siehe auch

4.9.3.2

Der Unternehmer hat für Bearbeitungsmaschinen und zugehörige Einrichtungen zum Schleifen, Polieren und Bürsten von Aluminium arbeitsmittelbezogene Betriebsanweisungen unter Berücksichtigung der von den Herstellern mitgelieferten Betriebsanleitungen zu erstellen. In diesen Betriebsanweisungen sind alle über die in werkstoffbezogenen Betriebsanweisungen nach Abschnitt 4.9.3.1 hinausgehenden sicherheitstechnischen Hinweise aufzunehmen, insbesondere

  • für die Inbetriebnahme,

  • für die Reinigung, Wartung und Instandhaltung,

  • für das Verhalten bei Störungen und Prüfungen

    sowie

  • für das Verhalten bei Bränden.

Siehe auch § 9 der Betriebssicherheitsverordnung.

Beispiel einer arbeitsmittelbezogenen Betriebsanweisung siehe Anhang 6.

Betriebsanweisungen nach den Abschnitten 4.9.3.1 und 4.9.3.2 können zur einheitlichen Betrachtung der im Arbeitsbereich bestehenden Gefahren auch zu einer Betriebsanweisung zusammengefasst werden, siehe auch Abschnitt 1.1 der Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 555.

4.9.3.3

Die Betriebsanweisungen sind in der Betriebsstätte bekannt zu machen.

Die Bekanntgabe der Betriebsanweisungen kann z.B. durch einen Aushang in der Betriebsstätte oder durch Aushändigen an die Versicherten erfolgen.

4.9.3.4

Die Versicherten haben die Betriebsanweisungen zu beachten.

Siehe auch § 15 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).