DGUV Regel 109-001 - Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von...

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Abschnitt 4.9.2, 4.9.2 Persönliche Schutzausrüstungen, Arbei...
Abschnitt 4.9.2
Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von Staubbränden und Staubexplosionen (bisher: BGR 109)
Titel: Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Vermeiden von Staubbränden und Staubexplosionen (bisher: BGR 109)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.9.2 – 4.9.2 Persönliche Schutzausrüstungen, Arbeitskleidung

4.9.2.1

Ist durch betriebstechnische Maßnahmen nicht auszuschließen, dass die Versicherten beim Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium Unfall- oder Gesundheitsgefahren ausgesetzt sind, hat der Unternehmer persönliche Schutzausrüstungen entsprechend der Verordnung über das Inverkehrbringen von persönlichen Schutzausrüstungen (8. GPSGV) zur Verfügung zu stellen und dafür zu sorgen, dass diese in ordnungsgemäßem Zustand gehalten wird.

Siehe auch § 29 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).

Die Auswahl der persönlichen Schutzausrüstungen richtet sich nach den jeweiligen Tätigkeiten der Versicherten und den betrieblichen Gegebenheiten zum Beispiel für Versicherte,

  • die Trockenschleifarbeiten ausführen, möglichst glatte und leicht abwerfbare Arbeitskleidung ohne Außentaschen oder Schutzschürzen, z.B. aus Leder sowie gegebenenfalls Schutzbrillen, Gehörschutz und Schutzhandschuhe,

Hinsichtlich persönlicher Schutzausrüstungen siehe auch BG-Regeln

  • "Benutzung von Schutzkleidung" (BGR 189),

  • "Benutzung von Atemschutzgeräten" (BGR 190),

  • "Benutzung von Fuß- und Knieschutz" (BGR 191),

  • "Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz" (BGR 192),

  • "Benutzung von Kopfschutz" (BGR 193),

  • "Einsatz von Gehörschutz" (BGR 194),

  • "Benutzung von Schutzhandschuhen" (BGR 195).

4.9.2.2

Die Versicherten haben die zur Verfügung gestellten persönlichen Schutzausrüstungen bestimmungsgemäß zu benutzen.

Siehe auch § 30 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1).

4.9.2.3

Arbeitskleidung, die mit Aluminiumstaub in Berührung kommt, sollte zur Vermeidung von Kleiderbränden regelmäßig in angemessenen Zeitabständen gereinigt werden.

Dies wird z.B. erreicht durch

  • Reinigung von anhaftenden Aluminiumstaub, bei Bedarf auch in kurzen Zeitabständen,

  • Wechsel der Arbeitskleidung nach Benetzen mit wässrigen Flüssigkeiten.

Angemessene Zeitabstände können wegen unterschiedlichster Arbeitsbedingungen nicht angegeben werden.

4.9.2.4

Arbeitskleidung, die mit Aluminiumstäuben in Berührung kommt, darf nicht für den Umgang mit anderen Stoffen verwendet werden, wenn Verschmutzungen durch diese Stoffe zu erwarten sind, die gefährlich mit Aluminium reagieren können.

Im Falle eines Kleiderbrandes sind besonders heftige Reaktionen zu erwarten, wenn die Kleidung z.B. beim Schleifen von eisenhaltigen Werkstoffen verwendet wurde (metallothermische Reaktion).