DGUV Regel 110-007 - Errichtung und Betrieb von Getränkeschankanlagen (bisher: B...

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Anhang 1, Anforderungen an bzw. Betrieb von Gaswarngeräten
Anhang 1
Errichtung und Betrieb von Getränkeschankanlagen (bisher: BGR/GUV-R 228)

Anhangteil

Titel: Errichtung und Betrieb von Getränkeschankanlagen (bisher: BGR/GUV-R 228)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 110-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 1 – Anforderungen an bzw. Betrieb von Gaswarngeräten

  1. 1.

    Werden Gaswarngeräte installiert, ist darauf zu achten, dass die Installation nur von fachkundigen Personen durchgeführt wird.

  2. 2.

    Bei der Installation von Gaswarngeräten sind insbesondere folgende Anforderungen zu beachten:

    • Die Messorte sind so zu wählen, dass die im zu überwachenden Bereich austretenden Gase durch das Gaswarngerät rechtzeitig und sicher erfasst werden. Der Messort sollte ca. 30 cm über dem Fußboden liegen.

    • Sämtliche Teile eines Gaswarngerätes, insbesondere Messgrößenaufnehmer und Zentraleinheit, müssen so installiert sein, dass eine mechanische Beschädigung durch den Transport von Getränkebehältern oder Gasflaschen weitgehend ausgeschlossen wird. Schutzvorrichtungen, z.B. Schutzbügel, dürfen den Messgaszutritt zum Messgrößenaufnehmer nicht behindern.

    • Ausfall oder Störung der Energieversorgung müssen erkennbar sein, ohne dass der gefährdete Bereich betreten werden muss.

    • Alarm- und Störungsmeldevorrichtung müssen so angeordnet werden, dass sie im Gefahrenbereich wahrgenommen werden können, ohne den gefährdeten Bereich zu betreten.

  3. 3.

    Die Versicherten sind durch den Unternehmer vor Aufnahme ihrer Tätigkeit in dem jeweils erforderlichen Umfang

    • über die Funktion des Gaswarngerätes,

    • die bei Alarmierung und Störmeldung zu treffenden Maßnahmen

      und

    • die Rettung und medizinischen Sofortmaßnahmen bei Unfällen

    zu unterweisen. Die Unterweisungen sind mindestens einmal jährlich zu wiederholen und zu dokumentieren.

  4. 4.

    Die Instandsetzung von Gaswarngeräten, die über den in der Betriebs- und Wartungsanleitung vorgegebenen Umfang hinausgeht, darf nur durch vom Hersteller beauftragte Personen durchgeführt werden.

  5. 5.

    Gaswarngeräte müssen regelmäßig, in den vom Hersteller der Gaswarngeräte festgelegten Fristen, durch eine fachkundige Person auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Das Ergebnis der Prüfung ist zu dokumentieren. Die Prüffrist ist in der Gefährdungsbeurteilung zu vermerken.

  6. 6.

    Anforderungen an das Betriebsverhalten und Prüfverfahren von Kohlendioxid-Warngeräten sind in DIN 6653-2 "Getränkeschankanlagen; Ausrüstungsteile; Teil 2: Anforderungen an das Betriebsverhalten und Prüfverfahren von Kohlendioxid-Warngeräten" festgelegt.

  7. 7.

    Gaswarngeräte dürfen aus Sicherheitsgründen nicht außer Betrieb gesetzt werden.