DGUV Regel 110-007 - Errichtung und Betrieb von Getränkeschankanlagen (bisher: B...

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Abschnitt 4.7, 4.7 Sicherheitstechnische Prüfungen
Abschnitt 4.7
Errichtung und Betrieb von Getränkeschankanlagen (bisher: BGR/GUV-R 228)
Titel: Errichtung und Betrieb von Getränkeschankanlagen (bisher: BGR/GUV-R 228)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 110-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.7 – 4.7 Sicherheitstechnische Prüfungen

4.7.1
Allgemeines

4.7.1.1

Getränkeschankanlagen sind Arbeitsmittel. Für ihre Prüfungen gelten die Festlegungen des § 10 der Betriebssicherheitsverordnung.

4.7.1.2

Für die Getränkeschankanlage sind nach § 10 der Betriebssicherheitsverordnung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung insbesondere Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen durch den Unternehmer zu ermitteln. Diese Prüfungen sind durch befähigte Personen durchzuführen.

Befähigte Person siehe § 2 Abs. 7 der Betriebssicherheitsverordnung und Technische Regel für Betriebssicherheit "Befähigte Personen - Allgemeine Anforderungen -" (TRBS 1203).

4.7.1.3

Zusätzlich zu Abschnitt 4.7.1.2 hat der Unternehmer zu ermitteln und festzulegen, welche notwendigen Voraussetzungen die Personen erfüllen müssen, die von ihm mit der Prüfung oder Erprobung der Getränkeschankanlage zu beauftragen sind (befähigte Personen).

4.7.1.4

Prüfungen von überwachungsbedürftigen Druckbehältern müssen nach Abschnitt 3 bzw. Anhang 5 der Betriebssicherheitsverordnung durchgeführt werden.

Siehe zu Abschnitt 3.2.4 und Technische Regel für Betriebssicherheit "Befähigte Personen- Besondere Anforderungen - Druckgefährdung" (TRBS 1203-2).

4.7.2
Prüfung vor Inbetriebnahme

Der Unternehmer hat nach § 10 der Betriebssicherheitsverordnung sicherzustellen, dass die Getränkeschankanlage nach der Montage und vor der Inbetriebnahme sowie nach jeder Montage an einem neuen Standort und nach jeder Änderung, die die Sicherheit der Anlage beeinflussen kann, von einer befähigten Person sicherheitstechnisch geprüft wird.

Im Ergebnis der Prüfung wird unter anderem festgestellt:

  • Die Anlage ist ordnungsgemäß ausgerüstet und aufgestellt.

  • Die sicherheitstechnische Unbedenklichkeit der Bauteile und Baugruppen ist durch das Vorhandensein von Bescheinigungen des Herstellers nachgewiesen, z.B. durch SK-Zeichen.

  • Die sicherheitstechnisch erforderlichen Bauteile sind funktionsfähig.

  • Die Druckgasflaschen sind ordnungsgemäß aufgestellt und der Aufstellungsraum entspricht den sicherheitstechnischen Anforderungen.

  • Eine "Anweisung für Anschluss und Wechsel der Druckgasflaschen in Getränkeschankanlagen" ist in der Nähe der Druckgasflaschen angebracht.

  • Das Sicherheitsventil des Druckminderes ist auf den zulässigen Betriebsdruck eingestellt und funktionsfähig.

  • Der Getränke- und Grundstofflagerraum entspricht den sicherheitstechnischen und hygienischen Anforderungen.

  • Schanktisch, Zapfstelle und Spülvorrichtung entsprechen den technischen und hygienischen Anforderungen.

  • Eine Dokumentation mit Betriebsanleitung der Getränkeschankanlage ist vorhanden.

  • Warnhinweise sind angebracht.

4.7.3
Wiederkehrende Prüfungen

Getränkeschankanlagen müssen wiederkehrend durch eine befähigte Person geprüft werden. Nach dem derzeitigen Stand der Technik ist eine Frist von zwei Jahren angemessen. Kürzere Fristen können z.B. bei Unternehmerwechsel oder starker Beanspruchung der Anlage erforderlich sein.

4.7.4
Dokumentation der Prüfungen

Alle Ergebnisse der Prüfungen nach Abschnitt 4.7 sind zu dokumentieren.