DGUV Regel 114-016 - Straßenbetrieb Straßenunterhalt (bisher: BGR/GUV-R 2108)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 3.7, 3.7 Gefährliche Arbeiten
Abschnitt 3.7
Straßenbetrieb Straßenunterhalt (bisher: BGR/GUV-R 2108)
Titel: Straßenbetrieb Straßenunterhalt (bisher: BGR/GUV-R 2108)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 114-016
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.7 – 3.7 Gefährliche Arbeiten

Gefährliche Arbeiten sind solche, bei denen eine erhöhte Gefährdung aus dem Arbeitsverfahren, der Art der Tätigkeit, den verwendeten Stoffen oder aus der Umgebung gegeben ist, weil keine ausreichenden Schutzmaßnahmen durchgeführt werden können.

Grundsätzlich sollte eine gefährliche Arbeit nicht von einer Person allein ausgeführt werden, um gemäß der Vorgaben des § 24 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1) nach einem Unfall unverzüglich Erste Hilfe sicher stellen zu können.

Ist Alleinarbeit aus betrieblichen Gegebenheiten notwendig, hat der Unternehmer geeignete Maßnahmen in Abhängigkeit von den ermittelten Gefährdungen zu treffen. Eine Überwachung kann durch technische oder organisatorische Maßnahmen umgesetzt werden. Derartige Maßnahmen sind z.B. die Verwendung geeigneter Personen-Notsignal-Anlagen, Kontrollgänge einer zweiten Person oder zeitlich abgestimmte Telefon-/Funkmeldesysteme.

Weitere Hinweise geben:

  • Regel "Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen" (BGR 139) und

  • Information "Notrufmöglichkeiten für allein arbeitende Personen" (BGI/GUV-I 5032).

Alleinarbeit mit der Motorsäge oder mit der Seilwinde oder das Besteigen von Bäumen ohne ständige Ruf-, Sicht- oder sonstige Verbindung mit einer anderen Person, die in der Lage ist, in Notfällen Erste Hilfe zu leisten, ist gemäß § 3 Abs. 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Forsten" (GUV-V C51) nicht zulässig. Beim Arbeiten mit der Seilwinde wird nach den Grundsätzen der Regel "Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen" (BGR/GUV-R 139) diese Anforderung durch den Einsatz eines passiven Notrufsystems erfüllt.

Bei Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen muss gemäß § 34 Abs. 5 der Unfallverhütungsvorschrift "Abwassertechnische Anlagen" (BGV/GUV-V C5) mindestens eine Person außerhalb des umschlossenen Raumes zur Sicherung anwesend sein.

Weitere Gefährliche Arbeiten können z.B. sein:

  • Verkehrssicherungsmaßnahmen im fließenden Verkehr,

  • Beseitigung von Gegenständen aus dem Verkehrsraum,

  • Arbeiten mit Häckslern,

  • Arbeiten mit Absturzgefahr (z.B. Besteigen von Schilderbrücken) oder

  • Umgang mit Gefahrstoffen.