DGUV Regel 112-190 - Benutzung von Atemschutzgeräten (bisher: BGR/GUV-R 190)

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Abschnitt 3.2.2, 3.2.2 Tragezeitbegrenzung
Abschnitt 3.2.2
Benutzung von Atemschutzgeräten (bisher: BGR/GUV-R 190)
Titel: Benutzung von Atemschutzgeräten (bisher: BGR/GUV-R 190)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 112-190
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.2.2 – 3.2.2 Tragezeitbegrenzung

Tragezeitbegrenzungen sollen eine Überbeanspruchung des Gerätträgers vermeiden. Sie gelten nur für Arbeitseinsätze nach Betriebsanweisung, nicht aber für Einsätze in Notfällen, z.B. Rettung von Menschen, Brandbekämpfung, Beseitigung von Gasaustritten sowie bei Flucht oder Selbstrettung.

Die Arbeitsbedingungen beeinflussen die Einsatzdauer, die erforderliche Erholungsdauer sowie die Anzahl der Einsätze pro Schicht. Neben der gerätebedingten Belastung, z.B. Gewicht, Atemwiderstand, Klima im Gerät, sind weitere Arbeitserschwernisse, z.B. Umgebungsklima, Arbeitsschwere, Körperhaltung, räumliche Enge, festzustellen und zu berücksichtigen. Außerdem sind persönliche Faktoren des Gerätträgers zu beachten.

Die Festlegung konkreter Tragezeiten erfordert eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung eines Arbeitsmediziners.

Praxisnahe Belastungsübungen sind durch den Unternehmer gesondert zu regeln.

Die in Anhang 2 aufgelisteten Zeiten sind Anhaltswerte beim Einsatz von Atemschutzgeräten, bei deren Einhaltung im Allgemeinen die Überbelastung eines geeigneten Gerätträgers vermieden wird.

Anhaltswerte für Tragedauern werden in Anhang A 2 beschrieben.