DGUV Grundsatz 304-002 - Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdien...

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Abschnitt 3.4, 3.4 Organisatorische Voraussetzungen
Abschnitt 3.4
Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdienst (DGUV Grundsatz 304-002)
Titel: Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdienst (DGUV Grundsatz 304-002)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 304-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.4 – 3.4 Organisatorische Voraussetzungen

3.4.1 Anzahl der Teilnehmer

Die Anzahl der Teilnehmenden darf 20 Personen nicht übersteigen.

3.4.2 Ausbildungsleistung

Antragstellende haben zu gewährleisten, dass jährlich mindestens 50 Lehrkräfte für den Bereich der Ersten Hilfe (siehe Abschnitt 3 des DGUV Grundsatzes 304-001 "Ermächtigung von Stellen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe") bzw. den Betriebssanitätsdienst aus- oder fortgebildet werden.

Neben der sicheren Beherrschung des Ausbildungsinhaltes seitens der Lehrbeauftragten ist eine kontinuierliche Routine als Grundlage für die Durchführung der Lehrgänge erforderlich. Dies setzt eine bestimmte Mindestzahl von Aus- und Fortbildungen pro Jahr voraus.

3.4.3 Inhalt und Umfang der Lehrgänge

Der Träger hat vor Beginn der Lehrkräfteschulung sicherzustellen, dass die medizinisch-fachliche und pädagogische Qualifikation entsprechend Abschnitt 2.2.2 dieses DGUV Grundsatzes erfüllt wird.

Darüber hinaus ist eine fachspezifische Lehrkräfteschulung entsprechend Abschnitt 2.2.2 dieses DGUV Grundsatzes von mindestens 24 Unterrichtseinheiten nachzuweisen.

Die Lehrkräftefortbildung umfasst mindestens 24 Unterrichtseinheiten.

Die Dauer einer Unterrichtseinheit beträgt 45 Minuten.

Spätestens nach je zwei Unterrichtseinheiten ist eine Pause von mindestens 15 Minuten einzuhalten. Pro Ausbildungstag sollen in der Regel höchstens 9 Unterrichtseinheiten durchgeführt werden.

Der Unterricht hat sich nach einem Curriculum zu richten, das für die Lehrbeauftragten hinsichtlich Inhalt, Durchführung der praktischen Demonstrationen und Übungen sowie Mindestzeitmaß verbindlich ist.

Der Träger hat vor Beginn der Fortbildung von Lehrkräften darauf hinzuweisen, dass eine gültige Lehrberechtigung vorliegen muss. Sollte die Lehrberechtigung abgelaufen sein, ist eine Wiedererlangung nur durch das Absolvieren der fachspezifischen Lehrkräftequalifikation (siehe Abschnitt 2.2.2) möglich.

3.4.4 Informationsdienst

Die ausbildende Stelle für Lehrkräfte bzw. deren Träger ist verpflichtet, jedem Teilnehmenden an einer Aus- und Fortbildungsmaßnahme über den Zeitraum der Gültigkeit seiner Lehrberechtigung aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen und der Qualitätssicherungsstelle nachzuweisen.

Der Informationsdienst kann z. B. per Newsletter erfolgen.

3.4.5 Teilnahmebescheinigung

Jedem Teilnehmenden ist nach erfolgreicher Teilnahme eine Teilnahmebescheinigung auszuhändigen.

Die Bescheinigung muss folgende Daten beinhalten:

  • Titel/Art der Schulung,

  • Name, Vorname, Geburtsdatum des Teilnehmenden,

  • Ort und Zeitraum der Schulung,

  • Dauer der Schulung in Unterrichtseinheiten,

  • Vermerk über den erfolgreichen Abschluss,

  • Inhalt der Aus- bzw. Fortbildung,

  • Durchführende Lehrbeauftragte bzw. Durchführender Lehrbeauftragter,

  • Registrierungsnummer des Lehrgangs,

  • Name und Kennziffer der geeigneten Stelle,

  • Ort, Datum und Unterschrift des Ausbildungsträgers.

Die Besitzerin oder der Besitzer der Teilnahmebescheinigung ist immer diejenige Person, auf dessen Namen die Bescheinigung ausgestellt ist.

3.4.6 Dokumentation

Die geeignete Stelle hat über die durchgeführten Lehrgänge folgende Aufzeichnungen zu führen:

  • Art der jeweiligen Aus- oder Fortbildungsmaßnahme,

  • Teilnahmevoraussetzungen (siehe Absatz 3.4.3),

  • Ort und Zeitraum der Maßnahme,

  • Name der verantwortlichen Lehrbeauftragten oder des verantwortlichen Lehrbeauftragten,

  • Name, Geburtsdatum und Unterschrift des Teilnehmenden,

  • Lehrplan und zeitlicher Ablaufplan,

  • Vermerk über den erfolgreichen Abschluss,

  • Name und Kennziffer der Ausbildungsstelle,

  • Registriernummer aus dem QSEH-Portal.

Die Dokumentation wird in Form eines Mantelbogens (kursbezogene Daten) mit beigefügten Teilnehmerdatenblättern (personenbezogene Daten) empfohlen.

Die Aufzeichnungen sind fünf Jahre aufzubewahren und auf Anforderung den Unfallversicherungsträgern vorzulegen.