DGUV Grundsatz 304-002 - Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdien...

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Abschnitt 2.4, 2.4 Organisatorische Voraussetzungen
Abschnitt 2.4
Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdienst (DGUV Grundsatz 304-002)
Titel: Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdienst (DGUV Grundsatz 304-002)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 304-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.4 – 2.4 Organisatorische Voraussetzungen

2.4.1
Anzahl der Teilnehmer

An einem Lehrgang dürfen nicht mehr als 15 Personen teilnehmen. Die Teilnehmerzahl kann bei Anwesenheit eines Ausbildungshelfers auf 20 Personen erweitert werden.

2.4.2
Ausbildungsleistung

Der Antragsteller hat zu gewährleisten, dass jährlich mindestens 50 Teilnehmer an Grundausbildungen/Aufbaulehrgängen/Fortbildungen geschult werden.

Neben der sicheren Beherrschung des Ausbildungsinhaltes seitens der Lehrkräfte ist eine kontinuierliche Routine als Grundlage für die Durchführung der Lehrgänge erforderlich.

2.4.3
Inhalt und Umfang der Lehrgänge

Der Unterricht muss sich nach einem Leitfaden richten, der für die Lehrkräfte hinsichtlich Inhalt, Durchführung der praktischen Demonstrationen und Übungen sowie dem Mindestzeitmaß verbindlich ist. Im Einzelnen müssen die in den Anhängen 1, 2 und 3 genannten Lernziele erreicht sowie die dort genannten theoretischen und praktischen Inhalte angesprochen werden.

Die Grundausbildung umfasst mindestens 63 Unterrichtseinheiten, der Aufbaulehrgang mindestens 32 Unterrichtseinheiten jeweils zuzüglich Prüfungszeit und die Fortbildung mindestens 16 Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit dauert 45 Minuten. Je Tag dürfen höchstens 9 Unterrichtseinheiten durchgeführt werden, wobei insgesamt mindestens drei Pausen vorzusehen sind, deren Gesamtdauer mindestens 45 Minuten beträgt.

Jeder Ausbildungsabschnitt ist als geschlossenes Seminar thematisch zu konzipieren. Teilnehmer einer Fortbildung dürfen nicht in eine Grundausbildung oder ein Aufbauseminar integriert werden.

Im Einzelnen müssen die in den Anhängen 1, 2 und 3 genannten Lernziele erreicht sowie die dort genannten theoretischen und praktischen Inhalte angesprochen werden. Diese Ziele werden in reinen Präsenzlehrgängen vermittelt, die eine enge Verzahnung zwischen Praxis und Theorie als Grundlage für die Handlungskompetenz sicherstellen.

Der Unterricht hat sich nach einem Leitfaden zu richten, der für die Lehrkräfte hinsichtlich Inhalt, Durchführung der praktischen Demonstrationen und Übungen sowie Mindestzeitmaß verbindlich ist. In diesem Sinne können Lehrunterlagen (Leitfaden und Unterrichtsbegleitmaterialien) einer gemäß Abschnitt 3 geeigneten Stelle eingesetzt werden. Hierzu ist die Genehmigung der herausgebenden Stelle erforderlich. Ersatzweise können eigene Lehrunterlagen entwickelt werden, die einer Überprüfung durch die Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe bei der VBG bedürfen und die an aktuelle Entwicklungen angepasst werden müssen.

Die einzelnen Abschnitte beinhalten Folgendes:

  • Teillernziel,

  • Zeitangaben,

  • Methoden,

  • Medien, Visualisierung,

  • benötigte Materialien,

  • genaue Beschreibung der zu unterrichtenden Maßnahmen,

  • gegebenenfalls Praxisanleitung,

  • gegebenenfalls Hintergrundinformationen für die Lehrkraft,

  • Erfolgskontrollen.

Anhang 4 zeigt ein Beispiel für die Gestaltung eines Leitfadens.

2.4.4
Teilnehmerunterlagen

Jedem Teilnehmer an einer Aus- und Fortbildungsmaßnahme sind Unterrichtsbegleitmaterialien auszuhändigen, die es ihm ermöglichen, die einzelnen Lehrinhalte nachzuvollziehen.

2.4.5
Teilnahmebescheinigung

Jedem Teilnehmer einer Aus- und Fortbildung ist eine Teilnahmebescheinigung auszuhändigen mit der Kennziffer der geeigneten Stelle (Muster siehe Anhänge 5 und 6). Die Bescheinigung über die Aus- und Fortbildung für den betrieblichen Sanitätsdienst darf jeweils nur erteilt werden, wenn die Lehrgangsleitung die Überzeugung gewonnen hat, dass der Teilnehmer nach theoretischer und praktischer Erfolgskontrolle die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.

2.4.6
Dokumentation

Die geeignete Stelle hat über die durchgeführten Lehrgänge folgende Aufzeichnungen zu führen:

  • Dokumentation der Teilnahmevoraussetzungen,

  • Art der jeweiligen Aus- und Fortbildungsmaßnahme,

  • Ort und Zeit der Maßnahme,

  • Name des verantwortlichen Arztes, Namen der Lehrkräfte,

  • Name, Geburtsdatum und Unterschrift des Teilnehmers,

  • Arbeitgeber des Teilnehmers,

  • Ergebnis der Erfolgskontrolle.

Die Aufzeichnungen sind fünf Jahre aufzubewahren und auf Anforderung den Unfallversicherungsträgern vorzulegen.

Die Dokumentation ist als Teilnehmerliste zu führen. Hierbei sind alle an der Veranstaltung Teilnehmenden zu erfassen. Die verwendeten Gesichtsmasken müssen zur Rückverfolgbarkeit der Desinfektion auf der Teilnehmerliste vermerkt sein.