DGUV Grundsatz 305-002 - Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr ...

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Abschnitt 20.4, 20.4 DIN-Normen
Abschnitt 20.4
Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Titel: Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 305-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 20.4 – 20.4 DIN-Normen

Bezugsquelle:

Beuth Verlag GmbH Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin
bzw.
VDE-Verlag GmbH Bismarckstraße 33, 10625 Berlin

Zweiteilige Schiebleiter * (DIN 14 714:1959-01 zurückgezogen)

Prüfverfahren

Prüfung mindestens alle 12 Monate durch Sachkundigen. Dabei ist auch der einwandfreie Zustand des Zugseiles und der Fallhaken zu überprüfen.

Prüfanordnung

Die zweiteilige Schiebleiter wird vollständig ausgezogen und waagerecht auf 3 Böcke (siehe Abbildung 1) aufgelegt. Jedes Leiterteil wird gleichzeitig mit 80 kg belastet. Die Prüfung ist beidseitig vorzunehmen, d.h. an der umgedrehten Leiter muss die Prüfung wiederholt werden.

Zur Prüfung der Überlappung und der Führungsbügel wird die Leiter zusätzlich im ausgezogenen Zustand an beiden Enden unterstützt (siehe Abbildung 2). Dort, wo die beiden Ausziehteile übereinander gelappt sind, müssen 30 kg als Prüflast aufgelegt werden. Diese Prüfung ist nur einseitig vorzunehmen.

Abb. 1

 

Abb. 2

Prüfbefund

Die Leiter ist betriebssicher, wenn:

  • nach der Belastungsprüfung weder Schäden noch bleibende Formveränderungen feststellbar sind,

  • Holzteile weder Riss- noch Splitterbildung aufweisen,

  • das Gefüge der Leiter und die Befestigung der Sprossen unverändert fest sind,

  • Sprossenanker und Rundstahlanker unbeschädigt sind und festen Sitz haben,

  • die Fallhaken einwandfrei arbeiten und fest mit den Holmen verbunden sind,

  • das Zugseil keine Schleißstellen aufweist und dessen Befestigung sich nicht gelöst hat,

  • die Beschläge festen Sitz haben und unbeschädigt sind,

  • Schrauben und Muttern gegen selbsttätiges Lösen gesichert sind,

  • die Endbegrenzungen für das Ausschieben und Einlassen der Leiter in Ordnung sind.

Prüfnachweis führen.

*

Feuerwehrgeräte (z. B. zweiteilige Schiebleiter), deren Normen zurückgezogen sind, aber von den Feuerwehren noch genutzt werden, müssen nach den für sie festgelegten Prüfgrundsätzen weiterhin geprüft werden. Die für diese Geräte ggf. festgelegte Nutzungsgrenze ist einzuhalten.