DGUV Grundsatz 305-002 - Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr ...

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Abschnitt 18.2, 18.2 Prüfanordnung - Sicht- und Funktionsprü...
Abschnitt 18.2
Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Titel: Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 305-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 18.2 – 18.2 Prüfanordnung - Sicht- und Funktionsprüfung

18.2.1 Pumpe

  • Hydraulik-Flüssigkeitsbehälter und Anschlüsse auf Dichtheit,

  • allgemeine Dichtheit, bei angekuppeltem Gerät mit Nenndruck belasten (ca. 10 s Druckbelasten),

  • Vorhandensein und Lesbarkeit von Beschilderung und Richtungssymbolen,

  • Funktionsfähigkeit der Zugentlastung für die Schläuche pumpenseitig, sofern vorhanden,

  • Zeitpunkt des letzten Wechsels der Hydraulik-Flüssigkeit (Wechseln nach Angaben des Herstellers).

18.2.2 Elektromotor

  • Zustand des Elektrokabels, des Steckers und des Schalters einschließlich Kabeleinführung in den Motor und Beschaffenheit der Zugentlastung.

18.2.3 Verbrennungsmotor

  • Funktionsfähigkeit der Anlasseinrichtung (Seilstarter),

  • Abdeckung für heiße Teile von Motor und Auspuff, sofern von der Bauart her erforderlich, auf Beschädigungen,

  • Zeitpunkt der letzten Wartungsarbeiten einschließlich Motorenölwechsel.

18.2.4 Schlauchleitungen

  • Schlauchleitungen einschließlich Kupplungen auf Dichtheit, Oberflächenbeschädigungen (Aufquellungen, Knickstellen, Risse, Einschnitte [Ritzer] usw.),

  • Leichtgängigkeit der Kupplungen,

  • Vorhandensein der Staubschutzkappen.

Anmerkung: Hydraulikschlauchleitungen sind nach 10 Jahren auszutauschen (Herstellungsdatum beachten).

18.2.5 Spreizer

  • Arme auf Beschädigungen, deckungsgleiches Aufeinanderliegen bei geschlossenen Spreizerarmen,

  • Spreizerspitzen auf Zustand der Riffelung, Einrisse,

  • Zustand der Verbindungsteile und Sicherungen,

  • Dichtheit, Gerät beidseitig ca. 10 s auf Nenndruck fahren,

  • Wirksamkeit der Stellteile der Steuereinrichtung (Totmannschaltung):

    Beim Loslassen der Stellteile der Steuereinrichtung müssen die Arme sofort in der bestehenden Lage verbleiben. Dabei muss das Stellteil, das die Bewegungsrichtung vorgibt, selbsttätig in Nullstellung zurückgehen,

  • Vorhandensein und Lesbarkeit von Beschilderung und Richtungssymbolen,

  • Zustand der Haltegriffe.

18.2.6 Schneidgerät

  • Zustand (Zahnung, Ausbrüche, Materialverwerfungen) und Einstellung (Spiel zwischen den Messern/Schneiden) der Messer/Schneiden,

    Anmerkung: Wenn sich der Verdacht auf Anrisse ergibt, sind die Messer/Schneiden mittels Farbeindringverfahren DIN EN 571-1:1997-03 zu prüfen. Dies gilt auch bei Verdacht auf Deformierung bzw. Verstellung der Messer.

  • Zustand der Verbindungsteile und Sicherungen,

  • Dichtheit, Gerät beidseitig ca. 10 s auf Nenndruck fahren,

  • Wirksamkeit der Stellteile der Steuereinrichtung (Totmannschaltung):

  • Beim Loslassen der Stellteile der Steuereinrichtung müssen die Messer sofort in der bestehenden Lage verbleiben. Dabei muss das Stellteil, das die Bewegungsrichtung vorgibt, selbsttätig in Nullstellung zurückgehen,

  • Vorhandensein und Lesbarkeit von Beschilderung und Richtungssymbolen,

  • Zustand der Haltegriffe.

18.2.7 Rettungszylinder

  • Zylinder und Kolbenstange auf Beschädigung und Deformation,

  • Pratzen auf festen Sitz und Zustand,

  • Zustand der Verbindungsteile und Sicherungen,

  • Dichtheit, Gerät beidseitig ca. 10 s auf Nenndruck fahren,

  • Wirksamkeit der Stellteile der Steuereinrichtung (Totmannschaltung):
    Beim Loslassen der Stellteile der Steuereinrichtung muss die Kolbenstange sofort in der bestehenden Lage verbleiben. Dabei muss das Stellteil, das die Bewegungsrichtung vorgibt, selbsttätig in Nullstellung zurückgehen,

  • Vorhandensein und Lesbarkeit von Beschilderung und Richtungssymbolen,

  • Zustand der Haltegriffe, sofern vorhanden.

18.2.8 Zubehör

  • auf Vollständigkeit,

  • Zugketten mit Verbindungsmitteln auf auffällige äußere Veränderungen.

Anmerkung: Wenn auffällige Veränderungen festgestellt wurden, sind diese Teile einer besonderen Prüfung zu unterziehen, z. B. mittels Farbeindringverfahren DIN EN 571-1: 1997-03.