DGUV Grundsatz 305-002 - Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr ...

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Abschnitt 9.3, 9.3 Prüfbefund
Abschnitt 9.3
Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Titel: Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 305-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 9.3 – 9.3 Prüfbefund

Die Leiter ist betriebssicher, wenn:

  • die Differenz zwischen den Messwerten A und B maximal 40 mm beträgt,

  • der Wert für die Durchbiegung nicht mehr als +/-20 mm bei gleicher Kombination der Leiterteile von dem der vorherigen Prüfung abweicht,

  • nach den Belastungsprüfungen weder Schäden noch bleibende Formveränderungen feststellbar sind,

  • Metallteile keine Korrosion aufweisen,

  • die Leiter keine Verwindungen und/oder Verbiegungen aufweist,

  • Holme, Sprossen, Einhängebügel und Schweißnähte keine Risse aufweisen,

  • die Verbindung zwischen Holmen und Sprossen unverändert fest ist,

  • Sprossenbeläge, Führungen und Beschläge nicht beschädigt sind,

  • alle Schraub- und Nietverbindungen fest sind,

  • Schrauben und Muttern gegen selbsttätiges Lösen gesichert sind,

  • Scharniere, Scharnierbolzen und Einhängebügel entsprechend befestigt, nicht abgenutzt sind und funktionieren,

  • starre Verbindungen vorhanden sind und funktionieren,

  • die Federsperrbolzen den erforderlichen Federdruck haben und funktionieren,

  • die Leiterfüße nicht abgenutzt sind oder andere Mängel aufweisen,

  • die Aufsetzhaken des Aufsteckteils fest sitzen und die Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Lösen des Aufsteckteils vorhanden sind und funktionieren,

  • die Leiter entsprechend den vorgesehenen Verwendungsmöglichkeiten einsetzbar ist,

  • die Kennzeichnung vollständig ist.

Prüfnachweis führen und Messwerte eintragen.

Hinweise zur Kennzeichnung von Leitern nach DIN EN 1147: Die Anzahl der Personen, die gleichzeitig auf einer Leiter stehen dürfen, muss deutlich sichtbar an der Leiter angegeben sein (siehe Abbildungen 3, 4 und 5, die eine Ein-, Zwei-, bzw. Dreipersonenleiter darstellen).

Abb. 3 1 Person-Kennzeichnung

Abb. 4 2 Personen-Kennzeichnung

Abb. 5 3 Personen-Kennzeichnung

Farbgebung: Schwarze Figuren auf weißem Hintergrund

Anmerkung: Neben den nach DIN EN 1147 geforderten Kennzeichnungen können zusätzliche Kennzeichnungen auf Leitern vorhanden sein. Besondere Aufmerksamkeit ist der Kennzeichnung einzelner Leiterteile zu schenken, die eine Überlastung ausschließen soll.

Zugangsleitern müssen z. B. deutlich gekennzeichnet sein, um anzuzeigen, dass sie für eine Rettung durch Hinuntertragen von Personen nicht geeignet sind (siehe Abbildung 6).

Abb. 6 Nicht hinauf bzw. hinab tragen

Farbgebung: Schwarze Figuren, rotes Kreuz, weißer Untergrund

Bei Leitern, für deren Benutzung Stützen vorgeschrieben sind, müssen die Stützen mit einer roten Markierung (Binde) von mindestens 75 mm Breite um den vollen Umfang der Stützen versehen sein.

Alle Kennzeichnungen müssen zwischen 1,5 m und 2 m oberhalb der Leiterfüße deutlich sichtbar angebracht sein.

Alle Leitern müssen mit D/N EN 1147 und dem Ausgabedatum dieser Norm, dem Namen bzw. der Identifikation des Herstellers, dem Leitertyp und dem Herstellungsjahr dauerhaft gekennzeichnet sein.