DGUV Grundsatz 305-002 - Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr ...

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Abschnitt 6.2, 6.2 Steckleiter
Abschnitt 6.2
Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Titel: Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (bisher: BGG/GUV-G 9102)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 305-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – 6.2 Steckleiter

6.2.1 Prüfanordnung

Hinweis: Die Teile einer Steckleiter sollten entsprechend von 1 bis 4 nummeriert werden. Die Prüfung erfolgt, wie hier beschrieben, bei Steckleitern aus 4 B-Teilen in den Kombinationen 1 + 2, 2 + 1,3 + 4, 4 + 3 und bei Steckleitern aus 1 A- und 3 B-Teilen in den Kombinationen (das A-Teil hat die Nummer 1) 1 + 2, 2 + 3, 3 + 4 und 4 + 3.

Zwei Leiterteile (bezeichnet mit 1 und 2) werden zusammengesteckt und waagerecht auf zwei Böcke (siehe Abbildung 1) gelegt. Dann wird der Abstand zwischen Boden und Holm ermittelt (bezeichnet mit Messwert A).

Anschließend werden die Leiterteile mittig mit 80 kg belastet, ohne die Leiterteile in Schwingung zu versetzen. Der Abstand zwischen Boden und Holm unter Last (bezeichnet mit Messwert B) wird gemessen (siehe Abbildung 2).

Abb. 1 Unbelastete Leiterteile

 

Abb. 2 Belastete Leiterteile mit Prüflast

Anschließend sind die beiden Leiterteile in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenzustecken und die Prüfung zu wiederholen (siehe Abbildungen 3 und 4).

Abb. 3 Unbelastete, umgesteckte Leiterteile

 

Abb. 4 Belastete, umgesteckte Leiterteile mit Prüflast

6.2.2 Prüfbefund

Die Leiter ist betriebssicher, wenn:

  • die Differenz zwischen den Messwerten A und B bei Holz maximal 75mm, bei Leichtmetall maximal 60 mm beträgt,

  • die Werte für die Durchbiegung nicht mehr als +/-25 mm bei gleicher Kombination der Leiterteile (Leiterteile kennzeichnen!) von denen der vorherigen Prüfung abweichen,

  • nach der Belastung weder Schäden noch bleibende Formveränderungen feststellbar sind,

  • Holzteile weder Riss- noch Splitterbildung aufweisen,

  • Holme und Sprossen aus Leichtmetall keine Risse aufweisen,

  • das Gefüge der Leiter und die Befestigung der Sprossen unverändert fest sind,

  • Niet- und Schraubverbindungen fest sind,

  • Schweißnähte keine Risse oder andere auffällige Mängel aufweisen,

  • die Metallteile keine Korrosionsschäden haben,

  • der Sprossenbelag bei Leichtmetallleitern keine Schäden aufweist,

  • die Sprossenanker bei Holzleitern unbeschädigt sind und festen Sitz haben,

  • die Steckkästen und Schnappschlösser fest sitzen,

  • die Sperrbolzen guten Federdruck haben, funktionsfähig sind und wirken,

  • die Leiterfüße bei Leichtmetallleitern fest sitzen und ausreichendes Profil aufweisen,

  • die Kennzeichnung vollständig ist (neu bei Leitern nach DIN EN 1147).

Prüfnachweis führen und Messwerte eintragen.