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Gastronomie

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 16

Thema: Gastronomie
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.branche
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 16 (Heft 8)

Gastronomie

Gastronomie - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 8 - 16 >>

Messerunfälle sind vermeidbar

Sieben von zehn Messerunfällen in der Gastronomie ereignen sich innerhalb der ersten zehn Minuten ab Beginn der Schneidetätigkeit. Am häufigsten sind Schnittverletzungen an Daumen und Zeigefinger. Dies sind Ergebnisse einer Untersuchung des Technischen Aufsichtsdienstes der BGN, in der Unfallbögen ausgewertet und Verletzte persönlich befragt wurden. Dass es bei Verletzungen mit Messern um keine vernachlässigbaren Bagatellverletzungen geht, zeigt schon die Statistik. Danach führt jeder Messerunfall zu mehr als sieben Ausfalltagen. Weniger überraschend ist der Befund, dass die Unfallzahlen am Donnerstag, Freitag und Samstag am höchsten sind, den Tagen mit dem stärksten Arbeitsaufkommen im Gastgewerbe.

Auch die Unfallursachen wurden ausgewertet und nach technischen, organisatorischen und personenbezogenen Faktoren eingeteilt. An erster Stelle und damit Ursache etwa jedes dritten Unfalls steht „Unachtsamkeit/Müdigkeit“. Überraschend war der relativ hohe Anteil der Unfälle von Frauen, der auf die Verwendung eines ungeeigneten Messers zurückgeführt werden konnte. Weitere Unfall-Faktoren sind „fehlende Unterweisung“, „unzureichend gehaltenes Schneidgut“ sowie „Stress/Zeitdruck/Arbeitsaufkommen“. Daraus folgt, dass bei der Bereitstellung geeigneter Arbeitsmittel, aber auch bei der Schulung der Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Messern offenbar noch Handlungsbedarf besteht.

Ein neues Infoblatt „Professionelles Arbeiten mit dem Messer!“ setzt am Punkt Schulung an. Es zeigt kompakt und mit Farbfotos von Schneidetätigkeiten in der Küche sehr anschaulich die wichtigsten Aspekte, um Unfällen vorzubeugen. Vorgesetzte und Mitarbeiter finden hier nützliche Tipps zu Körperhaltung, Schneidunterlage, Messerschärfe usw. Vorgestellt wird auch der wichtige sogenannte „Krallengriff“ zur Vorbeugung von Verletzungen der Fingerkuppen.

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