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Bauwirtschaft

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 16

Thema: Bauwirtschaft
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.branche
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 16 (Heft 8)

Bauwirtschaft

Bauwirtschaft - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 8 - 16

Weniger Emissionen bei Verarbeitung von Bitumen

Eine Temperaturabsenkung bei der Verarbeitung von Bitumen ist eine Chance für Umwelt, Arbeitsschutz und Wirtschaft. So lauten Fazit und Titel einer im August erschienen Fachveröffentlichung, welche den aktuellen Stand der Diskussion beleuchtet.

Rund 3,4 Millionen Tonnen Bitumen werden pro Jahr in Deutschland verarbeitet, der größte Teil davon landet als Walzasphalt auf unseren Straßen. Damit sind allein im Straßenbau rund 50.000 Beschäftigte betroffen, dazu ca. 3.000 Mitarbeiter der Herstellung von Asphaltmischgut. Um Arbeiter vor Expositionen zu schützen, wird seit Jahren der Einsatz des sogenannten Niedrigtemperatur-Asphalts diskutiert. Eine Temperaturabsenkung um 30 bis 40 Grad ist möglich, dabei führen schon 10 Grad weniger zu einer Halbierung der Emissionen.

Das Verfahren der Temperaturreduzierung ist jedoch umstritten, da dem Asphalt dazu spezielle Additive (Wachse oder Zeolithe) beigemischt werden müssen, was die Kosten erhöht. Die Publikation zeigt demgegenüber die mittel- und langfristigen Vorteile bei einer Umstellung auf die temperaturreduzierte Verarbeitung auf: Neben dem verbesserten Arbeitsschutz sind dies auch niedrigere Produktionskosten durch geringeren Energieverbrauch und weniger CO2- Emissionen. Belegt werden diese Hinweise anhand einer Musterberechnung für ein Großprojekt im Autobahnbau. Der Fachbeitrag wurde unter Beteiligung des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) veröffentlicht und ist über eine E-Mail an ifa-info@dguv.de kostenlos erhältlich.

Gleichfalls neu erschienen ist eine Arbeit zu den Expositionsbeschreibungen für Dämpfe und Aerosole aus Bitumen. Diese Expositionsbeschreibungen können für betroffene Unternehmen sehr nützlich sein, wenn sie für Gefährdungsbeurteilungen herangezogen werden und Unternehmen somit auf eigene aufwendige Messungen verzichten können.

Links zu den Meldungen im Bereich „Bauwirtschaft“ finden Sie unter www.arbeitssicherheit.de, Webcode 10922