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Entkeimung von KSS

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 4

Thema: Entkeimung von KSS
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.profil
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 4 (Heft 8)

Entkeimung von KSS

Entkeimung von KSS - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 8 - 4

Der Fachausschuss Maschinenbau, Fertigungssysteme, Stahlbau (FA MFS) der DGUV informiert über Verfahren zur Entkeimung von Kühlschmierstoffen (KSS). Wassergemischte Kühlschmierstoffe werden leicht durch Bakterien und Pilze befallen. Dies führt nicht nur zu einer Verkürzung der Standzeit und höheren Entsorgungskosten. Die Mikroorganismen stellen auch eine ständige Infektionsquelle für Beschäftigte dar. Die als Konservierungsstoffe eingesetzten Biozide hemmen das Wachstum von Mikroorganismen, sind jedoch ihrerseits oft mehr oder weniger toxisch und sensibilisierend. Daher gibt es immer wieder Ansätze, alternative Wege der Keimzahlreduzierung in KSS zu erreichen.

Fünf physikalische Methoden, die auf giftige chemische Stoffe verzichten, stellt der Fachausschuss in einem neuen Informationsblatt vor: UV-Entkeimung, Photokatalyse, Ultraschall, Ozonisierung und Pasteurisieren. Auf eine Erläuterung des Wirkungsprinzips folgt jeweils eine Betrachtung der Erfahrungswerte und Einsatzmöglichkeiten.

Das ernüchternde Fazit: Dauerhaft konnte keines der untersuchten physikalischen Verfahren die Keimzahl wirkungsvoll reduzieren. Das belegen sowohl wissenschaftliche Experimente als auch Versuche unter Produktionsbedingungen. Physikalische Methoden können daher derzeit allenfalls zur Unterstützung von Bioziden dienen, die chemischen Mittel jedoch offenbar nicht vollwertig ersetzen. (fk)