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Risiko „Unzureichende Gefährdungsbeurteilungen“

Ulisch, Arbeitssicherheitsjournal 2010, 11

Thema: Risiko „Unzureichende Gefährdungsbeurteilungen“
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: Andreas Ulisch
Rubrik: arbeitssicherheit.technik
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 11 (Heft 7)

Risiko „Unzureichende Gefährdungsbeurteilungen“

Andreas Ulisch, Bonn, Leiter Industrieller Bereich, LOG Logistik-Systembetreuungs-Gesellschaft mbH
Ulisch: Risiko „Unzureichende Gefährdungsbeurteilungen“ - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 7 - 11

Für die Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung ist der Unternehmer verantwortlich. Wer seinen Pflichten nicht nachkommt, riskiert hohe Strafzahlungen. Modulare Managementsysteme bieten mehr Rechtssicherheit – vorausgesetzt, sie sind immer auf dem neuesten Stand.

Als der deutsche Gesetzgeber 2002 die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verabschiedete, setzte er mehrere EU-Richtlinien zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz um. Seit knapp zwei Jahren nun müssen die Arbeitgeber in Deutschland die BetrSichV vollständig umgesetzt haben und anwenden. Alle Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen, die unter die Verordnung fallen, müssen seitdem auf mögliche Gefahrenquellen für die Beschäftigten untersucht werden.

Der Gesetzgeber wies den Arbeitgebern damit eine höhere Verantwortung zu, denn diese müssen in ihrem betrieblichen Umfeld seitdem aktiv Gefährdungen ermitteln, die Überprüfung und Dokumentation von Arbeitsmitteln veranlassen und sicherstellen, dass die Beschäftigten zum Umgang mit den Arbeitsmitteln befähigt sind. Sie sind dabei verpflichtet, nicht nur unmittelbare Gefahren zu bewerten, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen Arbeitsmitteln und -stoffen einzubeziehen. Tun sie dies nicht, drohen bei einem Arbeitsunfall handfeste Konsequenzen; unter Umständen handelt der Arbeitgeber grob fahrlässig und hat demnach strafrechtliche Folgen zu tragen oder muss die entstandenen Schäden ersetzen.

Modulares Arbeitsschutzmanagementsystem

Die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH hat eine modulare Komplettlösung für rechtskonformes Arbeits- und Umweltschutzmanagement entwickelt, die den Arbeitgebern bei der Beantwortung solcher Fragen zur Seite steht. Das Managementsystem namens Osima bietet verschiedene Module zur Gefährdungsbeurteilung nach Betriebssicherheitsverordnung, Arbeitsschutzgesetz, Explosionsschutz-, Gefahrstoffverordnung und dem Gesetz über die Umweltverträglichkeit sowie zur Risikobeurteilung nach Maschinenverordnung und Geräte- und Produktsicherheitsgesetz.

Vertrieb und Service übernimmt die LOG Logistik-Systembetreuungs-Gesellschaft mbH aus Bonn, ein Tochterunternehmen der ESG. Das System wird für den Kunden vorbereitet und konfiguriert. Bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung begleitet ihn ein Fachmann. Anschließend wird der Anwender in die Lage versetzt, alle erforderlichen Maßnahmen selbst durchzuführen und zu dokumentieren.

Das Angebot richtet sich vorrangig an mittelständische Unternehmen. Prinzipiell muss jedes Unternehmen, das Dienstleistungen und Produkte für öffentliche Auftraggeber anbietet, nachweisen, dass die Arbeitsplätze gefährdungsbeurteilt sind. Speziell für Industrieunternehmen stellt Osima eine besondere Hilfe, da diese über viele verschiedene Arten von Arbeitsplätzen und Tätigkeiten verfügen. Das Programm hilft nicht nur bei der systematischen Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und der umfassenden Dokumentation der Ergebnisse, sondern bietet die Gewissheit, sich jederzeit auf dem aktuellen Gesetzesstand zu befinden.

Die Eigenschaften des Programms

1. Aktuelle Rechtsprechung: Das Gesetze-Monitoring der ESG gewährleistet, dass die relevante Gesetzeslage stets aktuell zur Verfügung steht. Somit haben Unternehmen, nicht nur die Betriebssicherheitsverordnung gesetzesgemäß umgesetzt, sondern sie müssen bei späteren Folgebeurteilungen lediglich die Arbeitsplätze neu untersuchen, die von Gesetzesänderungen betroffen waren und sind.

2. Internetbasierte Plattform und SAP-Schnittstelle: Zugang zum Programm erhält der Kunde über eine CITRIX-Verbindung, also eine zertifizierte, sichere, internetbasierte Plattform. Somit ist ein hoher Standard bei der Sicherheit firmenbezogener Daten garantiert und dennoch die Möglichkeit gegeben, von überall auf die Daten zugreifen zu können. Für die IT-Abteilung des Kunden bedeutet dies, dass die bisherige Konfiguration nur geringfügig angepasst werden muss. Durch die SAP-zertifizierte Schnittstelle zum SAP R/3 PM-Modul ist zudem eine Anbindung an andere Unternehmenssysteme gewährleistet, was auch die einfache Integration bereits bestehender Gefährdungsbeurteilungen erlaubt.

Jeder einzelnen Tätigkeit können durch die benutzerfreundliche Oberfläche die entsprechenden Gefährdungen zugeordnet und mit Gesetzesparagrafen verknüpft werden. Auf diese Weise werden die Betreiberpflichten systematisch ermittelt. Mithilfe des Maßnahmenmanagers können dann einzelne Schritte festgelegt, über sie entschieden, die Wirksamkeit bereits getroffener Maßnahmen überprüft und der Turnus der Überprüfungen festgelegt werden.

Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass das Restrisiko durch Osima sofort neu berechnet wird. So kann der Arbeitgeber auswählen, welche die Gesetzeslage erfüllende Maßnahme am sinnvollsten für ihn ist. Mit der Möglichkeit, Termine festzulegen und zu überwachen sowie externe Prozessbeteiligte mit in den Prozess zu integrieren, ist zudem gewährleistet, dass alle an den Arbeitsprozessen Beteiligten informiert und sich der Wichtigkeit der Arbeitsschutzthematik bewusst sind.

3. Dokumentationsfunktion: Der Dokumentenmanager sorgt dafür, dass die Maßnahmen und sicherheitstechnischen Prüfungen umfassend dokumentiert werden und die flexiblen Reports und Analysen jederzeit ausgedruckt oder in verschiedenen Dateiformaten gespeichert werden können. Im Falle eines möglichen Arbeitsunfalls kann somit schnell und ohne großen Aufwand genau überprüft und nachgewiesen werden, was der Unternehmer unternommen hatte, um Arbeitsschutz zu gewährleisten.