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Vorsicht bei Sauerstoff-Druckminderern

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 4

Thema: Vorsicht bei Sauerstoff-Druckminderern
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.profil
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 4 (Heft 5)

Vorsicht bei Sauerstoff-Druckminderern

Vorsicht bei Sauerstoff-Druckminderern - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 5 - 4

Sauerstoffdruckflaschen, wie sie unter anderem auch in Rettungswagen zum Einsatz kommen, können bei falscher Bedienung explosionsartig ausbrennen. Darauf weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hin. In den vergangenen fünf Jahren kam es laut dem Bonner Institut zu 23 Unfällen bei der Anwendung von Druckminderern an Sauerstoffdruckflaschen. Beim Öffnen der Ventile traten Stichflammen und Explosionen auf, bei denen sich Anwender verletzten und Rettungswagen bzw. -hubschrauber in Brand gerieten.

Eine mögliche Ursache kann das zu schnelle Öffnen des Ventils sein. Der nachgeschaltete Druckminderer kann dabei mit einem Druckstoß belastet werden. Die dabei entstehende Verdichtungswärme kann zu einer Entzündung brennbarer Stoffe (wie etwa Gummi, Kunststoff oder Metall aus der Dichtungsmembran) führen, wobei der ausströmende Sauerstoff brandfördernd wirkt. Verstärkt wird dieser Effekt durch Rückstände wie etwa Öl am Druckminderer der Sauerstoffflasche.

Das BfArM empfiehlt Rettungskräften besondere Vorsicht beim Umgang mit Sauerstoffdruckminderern. Die Druckminderer müssen partikel-, öl- und fettfrei an der Sauerstofflasche montiert sein. Zudem sollten Ventile grundsätzlich langsam geöffnet werden. Eine gefahrlose Inbetriebnahme von einstellbaren Druckminderern kann laut der Linde Gas AG zudem nur erreicht werden, wenn das Regelventil noch geschlossen ist, während das Ventil des Druckgasbehälters geöffnet wird. (ms)