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Krank durch Großraumbüro

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 4

Thema: Krank durch Großraumbüro
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.profil
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 4 (Heft 5)

Krank durch Großraumbüro

Krank durch Großraumbüro - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 5 - 4

Wer in einem Großraumbüro arbeitet, ist nicht nur unzufriedener mit seiner Arbeit als Kollegen mit eigenem Büro, sondern auch häufiger krank und weniger produktiv. Dies ist in Kurzform das Ergebnis einer Ende April in der Schweiz veröffentlichten Studie. Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hatte in einem gemeinsamen Projekt mit der Fachhochschule für Architektur und Technik Luzern mehr als 1.200 Beschäftigte verschiedener Berufe aus 125 Betrieben befragt. Die Auswertung erbrachte eindeutige Resultate. Neben Lärmbelastung durch Telefonate und Hintergrundgespräche wurden trockene Luft und Zugluft häufig als ungünstige Faktoren von Großbüros genannt. Juckende oder brennende Augen und Konzentrationsschwierigkeiten traten signifikant häufiger auf als in kleinen Büros, auch die Zahl krankheitsbedingter Fehltage lag höher. Zudem war die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der Arbeit in den „open offices“ geringer, der Arbeitsfluss wurde häufiger unterbrochen und der eigene Arbeitsplatz als weniger attraktiv eingeschätzt.

Fazit:

Die genannten Nachteile von Großraumbüros könnten vermeintliche Kostenvorteile an Miete oder Heizkosten schnell mehr als wettmachen. Und wo dennoch in Großbüros gearbeitet wird, sollten technische Möglichkeiten zur Optimierung der Arbeitsplatzumgebung konsequent genutzt werden. Dazu gehören z.B. schalldämmende Trennwände, lärmabsorbierende Deckenelemente und individuell anpassbare Lüftungs- und Beleuchtungssysteme. (fk)

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