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Neu auf dem Markt

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 12

Thema: Neu auf dem Markt
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.technik
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 12 (Heft 4)

Neu auf dem Markt

Neu auf dem Markt - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 4 - 12

Hautschonender Handschuh für Köche und Co.

Handschuhe für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie müssen gleich zwei Aufgaben erfüllen: Sie müssen sowohl die Hände der Arbeiter als auch die verarbeiteten Lebensmittelprodukte schützen. Der Hersteller Ansell hat jetzt einen Einweghandschuh auf den Markt gebracht, der beide Anforderungen erfüllt. Der neue Handschuh Starpack 48-651 erfüllt die entsprechenden EU-Normen EN 420 und EN 374. Da er aus reinem Nitrilkautschuk gefertigt ist, können unerwünschte Substanzen aus dem Handschuhmaterial nicht auf Lebensmittel übertragen werden. So ist er z.B. frei von gefährlichen Weichmachern auf Phthalatbasis, die von PVC-(Vinyl)-Handschuhen auf Lebensmittel übertragen werden können. Neben der Verhinderung einer Verunreinigung von Lebensmitteln minimiert die Nitrilmischung das Allergierisiko des Typs I. Dermatitis-Reaktionen des Typs IV werden durch das Fehlen von Beschleunigerchemikalien auf Thiuram-Basis ausgeschlossen. Ein kleines, aber feines Zusatzmerkmal ist die auffällige blaue Farbe: Geraten der Handschuh oder Teile davon bei der Arbeit ungewollt in die verarbeiteten Lebensmittel, lässt sich durch eine leichte Identifizierung die Verunreinigung von Produktchargen vermeiden.

www.ansell.de

Ladungssicherung ohne Hexenschuss

Spannratschen zur Ladungssicherung müssen mit 50 daN (kg) Handkraft am Spannratschenhebel angespannt werden. Diese 50 daN (kg) sind die Voraussetzung dafür, dass die jeweils vorgeschriebene Vorspannkraft im Gurtband erzielt werden kann. Eine hohe Kraftanstrengung für den Verantwortlichen, der die Ladung sichert. Viele Fahrer klagen nach der Arbeit mit Gurtratsche und Ladungssicherungsgurten über Rückenschmerzen, auch Bandscheibenvorfälle sind keine Seltenheit.

Deutlich weniger Belastungen bei der Ladungssicherung verspricht das patentierte Handkraftmessgerät SpannControl des Anbieters Braun Gmbh, Neumarkt/Opf. Durch einen langen Hebelarm sind dabei gerade einmal 15 daN Krafteinsatz notwenig, um die geforderte Handkraft von 50 daN am Griff einer Spannratsche zu erreichen. Das Erreichen der entsprechenden Kraft zeigt das Gerät dem Benutzer durch einen Summton und mittels einer Leuchtdiode an. Das Gerät eignet sich zum Einsatz mit allen handelsüblichen Ratschen und Handgriffbreiten bis 112 mm.

Das Handkraftmessgerät dient nicht allein dem Rückenschutz der Fahrer, sondern verbessert auch die Ladungssicherung. Denn bislang – so der Hersteller – behalfen sich viele Fahrer mit den unterschiedlichsten Hebelwerkzeugen wie z.B. langen Stangen, um die Handkraft an der Ratsche zu erhöhen. Doch diese Hilfsmittel sind nicht zulässig – aus gutem Grund, denn dabei werden die Ratschen oft irreparabel beschädigt.

www.braun-sis.de

PSA aus dem Automaten

In den meisten Unternehmen erhalten Mitarbeiter ihre sicherheitstechnische Ausrüstung an zentralen Versorgungsstellen mit begrenzten Öffnungszeiten. Der „Rental Roboter“, eine Art Hightech-Warenautomat des Lübecker Anbieters Dräger, bietet jetzt Service rund um die Uhr: Ob Masken, Werkzeuge, Schutzhandschuhe oder Verbrauchsmaterialien – die Mitarbeiter können sich nach der Anmeldung an der Station selbst bedienen.

Anhand der jeweiligen Nutzerdaten erkennt der Automat, zu welchen Geräten der Mitarbeiter Zugang hat, und bietet sie ihm über einen Bildschirm an. Der Nutzer wählt das Gewünschte über den Touchscreen aus und nimmt es aus dem Gerätefach. Die Rückgabe erfolgt entsprechend. Dräger betont, dass der Rental Roboter sowohl mit Produkten aus dem eigenen Haus als auch mit solchen anderer Hersteller funktioniert. Neben der Ausgabefunktion erfüllt der Rental Roboter auch Statistikfunktionen. So speichert er alle Entnahmen und Rückgaben und generiert so automatisch eine Trendanalyse der Gerätenutzung. Drohen Engpässe etwa bei Staubmasken oder anderen Verbrauchsartikeln, sendet er ein Signal an die Kontrollstation. Auf diese Art dient der Automat gleichzeitig als Warenwirtschaftssystem, über das Bestellungen erfolgen können.

www.draeger.com

Mobile Analyse unbekannter Chemikalien

Ob bei Einsätzen der Feuerwehr oder im Chemiewerk – unbekannte flüssige oder feste Gefahrstoffe müssen schnellstmöglich vor Ort identifiziert werden. Am schnellsten geht das mit einem Handspektrometer wie dem FirstDefender, den die Servantech GmbH aus Rosbach v.d. Höhe im Programm hat. Das Gerät arbeitet mit der Ramanspektroskopie, einer berührungsfreien Analysenmethode zur Materialcharakterisierung. Sie beruht auf der Fähigkeit von Molekülen, monochromatisches Licht zu streuen. Nach Zerlegung des Streulichts zeigen sich spezielle Spektrallinien, die gegenüber der Frequenz der Lichtquelle verschoben sind. Die letzteren Linien nennt man Ramanlinien.

Der FirstDefender wiegt inklusive des Lithium-Ionen-Akkus nur 1,8 kg und ist für den Feldeinsatz konzipiert. Die auf dem Gerät hinterlegte Bibliothek enthält nach Auskunft des Herstellers viele Tausende Chemikalien und wird kontinuierlich erweitert. Das reicht von Lösungsmitteln über Haushaltschemikalien und Explosionsstoffen bis hin zu Drogen und chemischen Kampfstoffen. Individuelle Ergänzungen durch den Anwender sind möglich. Das Gerät führt automatisch eine Mischungsanalyse durch, wenn sich eine unbekannte Substanz nicht als reiner Stoff mittels der Bibliothek identifizieren lässt.

www.servantech.de