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Dicke Luft in Spaßbädern

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 5

Thema: Dicke Luft in Spaßbädern
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.profil
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 5 (Heft 4)

Dicke Luft in Spaßbädern

Dicke Luft in Spaßbädern - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 4 - 5

Bademeister in Hallen- und Spaßbädern sind einer Vielzahl schädlicher Nebenprodukte von Desinfektionsmitteln (disinfection byproducts – DBP) und Mikroorganismen wie etwa Bakterien und Schimmelpilzen ausgesetzt. Die Folgen: Sie leiden vermehrt unter Irritationen der Augen und Atemwege, Hautausschlägen sowie grippeähnlichen Symptomen. Das Forschungsinstitut der amerikanischen Arbeitssicherheitsbehörden NIOSH (National Institute für Occupational Safety an Health) erforscht derzeit die Ursachen dieser Symptome und entwickelt konkrete Hilfestellungen für die Betreiber der Bäder.

Für die Augen- und Atembeschwerden der Angestellten in Hallenbädern sind nach Erkenntnis der NIOSH insbesondere Chloramine und Endotoxine verantwortlich. Chloramine entstehen, wenn sich Chlor (aus der Wasserdesinfektion) mit stickstoffhaltigen Substanzen wie etwa Schweiß und Urin (aus dem Badewasser) verbindet. Endotoxine sind Bestandteile der Zellwand bestimmter Bakterien und werden freigesetzt, wenn die Zellen absterben. Sie sind vor allem für Infektionen der Atemwege verantwortlich.

Für eine gesündere Atmosphäre in Schwimmhallen schlägt die NIOSH eine Reihe von Maßnahmen vor. So soll z.B. die eingesetzte Chlormenge so gering wie möglich dosiert und vermieden werden, dass Wasser über längere Zeit in Leitungen steht. Darüber hinaus enthalten feine Sprühnebel mehr schädliche Substanzen, als wenn die Tropfen größer sind. Deshalb sollten Duschen mit gröberen Sieben ausgestattet werden. Den Link zum Originalartikel in englischer Sprache erreichen Sie über den Webcode zu dieser Seite. (ms)