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Gesundheitsforschung: Krebsgefahr durch Schichtarbeit?

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 5

Thema: Gesundheitsforschung: Krebsgefahr durch Schichtarbeit?
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.profil
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 5 (Heft 3)

Gesundheitsforschung: Krebsgefahr durch Schichtarbeit?

Gesundheitsforschung: Krebsgefahr durch Schichtarbeit? - Arbeitssicherheitsjournal 2010 Heft 3 - 5

Der Schock wirkt immer noch nach: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) sorgte 2007 für großes Aufsehen, als sie Schichtarbeit als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ einstufte. Diese Aussage, die sich vor allem auf Brustkrebs bezieht, stützt sich insbesondere auf tierexperimentelle Daten und eine Studie mit insgesamt rund 200.000 Krankenschwestern in den USA.

Zwar wurde bislang eine generelle Häufung von Krebserkrankungen bei Schichtarbeitern nicht beobachtet, am Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) der DGUV an der Uni Bochum beschäftigen sich Arbeitsmediziner aber eingehend mit dem Problem. Insbesondere für die Prävention sei es entscheidend, so die DGUV, diejenigen Schichtsysteme zu identifizieren, die mit den geringsten nachteiligen Effekten für die Gesundheit verbunden sind.

Ein möglicher Faktor, der eine Krebsentstehung beeinflussen könnte, ist die sogenannte Chronodisruption. Hierunter versteht man eine nachhaltige Störung der Synchronisation von internen biologischen Prozessen und externen Einflüssen, die mit Schlafstörungen verbunden sind. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Hormon Melatonin zu, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. (ms)