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Prävention: Vorsicht Blei!

Arbeitssicherheitsjournal 2010, 5

Thema: Prävention: Vorsicht Blei!
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: [keine Angabe]
Rubrik: arbeitssicherheit.profil
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2010, 5 (Heft 1)

Prävention: Vorsicht Blei!

Obwohl seine Giftigkeit schon seit der Antike bekannt ist, war Bleiweiß lange Zeit das wichtigste weiße Pigment in Handwerk und Kunst. Durch das Aufkommen von Titanweiß verlor Bleiweiß an Bedeutung, auch wurde die Verwendung von Bleifarben 1989 in der EU verboten mit wenigen Ausnahmen, etwa für die Restaurierung von Kunstwerken.

Problematisch bleiben jedoch bleiweißhaltige Beschichtungen auf Bauteilen aus der Zeit vor etwa 1960 (in den neuen Bundesländern z.T. auch deutlich später), denn aufgrund seiner Giftigkeit wurde Bleiweiß gern als Holzanstrich verwendet. Ohne Atemschutz und maschinelle Absaugung birgt z.B. das Abschleifen alter Fensterrahmen bei Renovierungsarbeiten eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr. In Einzelfällen wurden drastisch erhöhte Bleiwerte im Blut offenbar unzureichend ausgerüsteter Arbeiter gefunden.

Um betroffenen Betrieben wie Schreinereien oder Tischlereien die Einhaltung der schärferen Bestimmungen der TRGS 505 „Blei“ zu ersparen, hat der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) zusammen mit der BG Bau, der Holz-BG und weiteren Partnern eine Expositionsbeschreibung „Anschleifen bleiweißhaltiger Beschichtungen auf Holz“ vorgelegt. Sie stellt neben der notwendigen PSA, „handwerksgerechten“ Schutz- und Hygienemaßnahmen auch ausgewählte Maschinen zum Schleifen und Entstauben vor.

(fk)

Zusatzinformationen und Downloads zu den Meldungen auf dieser Seite unter www.arbeitssicherheit.de, Webcode 17253