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„Langfristig ist Betriebliche Gesundheitsförderung auf jeden...

Ittermann, Arbeitssicherheitsjournal 2009, 15

Thema: „Langfristig ist Betriebliche Gesundheitsförderung auf jeden Fall vorteilhaft“
Zeitschrift: arbeitssicherheits.journal
Autor: Marcus Ittermann
Rubrik: arbeitssicherheit.fokus
Referenz: Arbeitssicherheitsjournal 2009, 15 (Heft 1)

„Langfristig ist Betriebliche Gesundheitsförderung auf jeden Fall vorteilhaft“

Marcus Ittermann

Betriebliche Gesundheitsförderung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie von allen Beteiligten – von der Unternehmensleitung bis zum einzelnen Mitarbeiter – getragen wird. Die Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG (SZAE), ein Tochterunternehmen der Salzgitter AG, führt seit 1999/2000 Maßnahmen für Gesundheitsprogramme durch. Das Unternehmen nahm auf Initiative der Geschäftsführung an der AOK Nutzenstudie teil. Über die Ergebnisse und Erfahrungen sprach arbeitssicherheit.journal mit Manfred Terhalle, der als Sicherheitsfachkraft und Qualitätsmanagementbeauftragter der SZAE GmbH auch für die Betriebliche Gesundheitsförderung zuständig ist.

Manfred Terhalle, Sicherheitsfachkraft und Qualitätsmanagementbeauftragter der SZAE.

arbeitssicherheit.journal: Mit wem arbeiten Sie bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung zusammen?

Terhalle: Mitarbeiter, Betriebsrat und Management sind immer eingebunden und bereits in die Planung von Maßnahmen integriert. Die externen Betriebsärzte führen Vorsorgeuntersuchungen und gemeinsame Begehungen mit dem Arbeitsschutz durch und werden bei speziellen Fragen konsultiert. Auch die Berufsgenossenschaften und Krankenkassen liefern Informationen. Der Salzgitter-Konzern hat in allen Gesellschaften Sicherheitsfachkräfte und Sicherheitsbeauftragte integriert, die jeweils eigene Schwerpunkte haben und sich austauschen. Während der Studiendauer gab es einen branchenspezifischen Erfahrungsaustausch mit anderen teilnehmenden Firmen. Diese Kontakte bestehen auch heute noch.

Welche Kommunikationsmittel nutzen Sie zur Förderung des Gesundheitsprogramms?

In unserem firmeneigenen Intranet gibt es einen speziellen Bereich für diese Zwecke, in dem Befragungen der Mitarbeiter und Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Gesundheit veröffentlicht werden und z.B. als Newsletter an die Mitarbeiter geschickt werden. Auch sind Infowände im Betrieb aufgestellt.

Wie motivieren Sie die Mitarbeiter zur Teilnahme an den Maßnahmen?

Die Kommunikation wurde zum einen durch eine Verdoppelung der Sicherheitsbeauftragten gesteigert, zum anderen ist der Arbeitsschutz heute ein fester Bestandteil in den Betriebsversammlungen. Hier werden z.B. Gesundheitsmaßnahmen vorgestellt und erklärt, welche Ziele damit verfolgt werden.

Welche ökonomischen Vorteile bringt Ihnen die BGF?

Die direkten Vorteile einzelner Maßnahmen sind schwierig zu messen, weil es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt. Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung führen langfristig aber zu einer Reduktion von Fehlzeiten. Des Weiteren ist der demografische Wandel ein Teilaspekt unserer umfassenden betrieblichen Gesundheitspolitik. Die Teilnahme an der AOK-Studie hat sich auf jeden Fall für uns gelohnt.

Verschafft Ihnen die BGF in der derzeitigen Wirtschaftskrise Vorteile?

Langfristig ist die BGF auf jeden Fall vorteilhaft. Hier tragen viele kleine Bausteine zum Erfolg bei. Wichtig ist die prinzipielle Einsicht in die Bedeutung der BGF.

Interview: Marcus Ittermann

Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG (SZAE)

Die SZAE ist ein Tochterunternehmen der Salzgitter AG. Mit 300 Mitarbeitern an zwei Produktionsstandorten in Osnabrück und Georgsmarienhütte ist die Firma auf dem Automobil-Zulieferermarkt etabliert.

Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen, Bauteilen und Komponenten für den Konzept- und Prototypenbau bis hin zur kompletten Rohkarosserie. Darüber hinaus liefert die SZAE Kleinserienteile und produktionsreife Serienwerkzeuge im Bereich der Karosserie.