Technische Regeln für Gefahrstoffe Substitution (TRGS 600) Bundesrecht

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 3 TRGS 600, Ermittlung von Substitutionsmöglichkei...
Abschnitt 3 TRGS 600
Technische Regeln für Gefahrstoffe Substitution (TRGS 600)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln für Gefahrstoffe Substitution (TRGS 600)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRGS 600
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Abschnitt 3 TRGS 600 – Ermittlung von Substitutionsmöglichkeiten

(1) Die Ermittlung von Substitutionsmöglichkeiten ist ein Teil der Informationsermittlung zur Gefährdungsbeurteilung nach § 7 Abs. 1 GefStoffV. Der Arbeitgeber hat bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen immer eine Ermittlung der Substitutionsmöglichkeiten durchzuführen, es sei denn, es liegt nur eine geringe Gefährdung vor (siehe Nummer 1 Abs. 1).

(2) Informationsquellen für die Ermittlung von Substitutionsmöglichkeiten sind im Folgenden aufgelistet (genauere Angaben und Fundstellen siehe Anlage 4 Nr. 5):

  1. 1.

    TRGS zu Ersatzstoffen (TRGS 600 ff.),

  2. 2.

    branchen- oder tätigkeitsspezifische Hilfestellungen, die Aussagen zur Substitution enthalten z. B.

    1. a)

      BG/BGIA-Empfehlungen mit Aussagen zur Substitution,

    2. b)

      Informationssysteme, z. B. Produkt-Codes und Veröffentlichungen der Unfallversicherungsträger und der Länder,

    3. c)

      weitere Branchenregelungen (z. B. von Verbänden),

  3. 3.

    Sicherheitsdatenblatt (insbesondere dort Abschnitt 7) sowie zusätzliche Informationen von Lieferanten und/ oder Herstellern, z. B. technische Merkblätter,

  4. 4.

    Informationen und Erfahrungsberichte aus Netzwerken mit anderen Unternehmern, Technologietransferstellen, Positiv-/Negativlisten aus fachkundiger Quelle,

  5. 5.

    Informationen zu Substitutionslösungen aus anderen Regelungsbereichen, z. B. aus REACH,

  6. 6.

    anderes, z. B. Normen.

(3) Zur Ermittlung der Substitutionsmöglichkeiten hat der Arbeitgeber die Quellen nach Absatz 2 Nr. 1-3 zu prüfen. Insbesondere soll er auch im Rahmen der Beschaffung von Gefahrstoffen den Lieferanten nach weniger gefährlichen Lösungen befragen. Zur Vorbereitung weit reichender Entscheidungen können vertiefte Recherchen/Prüfungen unter zusätzlicher Nutzung der Quellen nach Absatz 2 Nr. 4-6 erforderlich sein. Weitreichende Entscheidungen können insbesondere notwendig werden bei

  1. 1.

    hoher Gefährdung oder

  2. 2.

    großer Anzahl gefährdeter Personen.