Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen(Garagenverordnung - GarVO) Lande...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
§ 10 GarVO, Wände, Pfeiler, Stützen und Decken
§ 10 GarVO
Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen (Garagenverordnung - GarVO)
Landesrecht Nordrhein-Westfalen
Titel: Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen (Garagenverordnung - GarVO)
Normgeber: Nordrhein-Westfalen
Amtliche Abkürzung: GarVO
Referenz: 232
Abschnitt: Teil III – Mittel- und Großgaragen
 

§ 10 GarVO – Wände, Pfeiler, Stützen und Decken (1)

(1) Wände, Pfeiler, Stützen und Decken von Mittel- und Großgaragen müssen unbeschadet des § 17 Abs. 2 BauO NW hinsichtlich ihres Brandverhaltens nachfolgende Mindestanforderungen erfüllen:

ZeileSpalte12
 Gebäude  
    
 Bauteilegeschlossene Garagenoffene Garagen
    
    
1atragende und aussteifende Wände, Pfeiler und Stützen, Treppenraumwände, Decken,F 30-AA
    
1bin unterirdischen GaragenF 90-ABA
    
1cin eingeschossigen GaragenF 30-13 oder AA
    
2nichttragende AußenwändeF 30-AB oder AF 30-AB oder A
    
3Trennwände nach Absatz 2F 90-ABF 90 AB
    
4Gebäudeabschlusswände nach § 27 BauO NWBrandwandBrandwand
    
4ain eingeschüssigen GaragenF 90-ABF 90-AB

(2) Zwischen Garagen und nicht zu Garagen gehörenden Räumen mit erhöhter Brandlast sind Trennwände anzuordnen.

(3) Wände, Pfeiler, Stützen und Decken von Garagen in Gebäuden, die nicht allein der Garagennutzung dienen, müssen hinsichtlich ihres Brandverhaltens die Anforderungen nach der Landesbauordnung oder nach Vorschriften auf Grund der Landesbauordnung erfüllen, die an das Gebäude gestellt werden. Für Garagengeschosse als oberste Geschosse des Gebäudes gelten die Mindestanforderungen des Absatzes 1.

(4) Untere Bekleidungen und Dämmschichten von Decken und Dächern sind aus nichtbrennbaren Baustoffen (A) herzustellen. Untere Bekleidungen aus Baustoffen der Baustoffklasse B 1 mit mineralischer Bindung sind zulässig, wenn sie mit der Decke oder dem Dach im unmittelbaren Verbund stehen, z. B. als verlorene Schalung.

(5) Fußbodenbeläge von Einstellplätzen, Verkehrsflächen und befahrbaren Dächern müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen (A) bestehen. Die Verwendung schwerentflammbarer Baustoffen (B 1) ist zulässig, wenn sie eine glatte und dichte Oberfläche haben.

(6) Fußböden müssen undurchlässig gegen Flüssigkeiten sein. Sie müssen über Bodeneinläufe verfügen.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 28. Dezember 2009 durch § 146 Absatz 1 Satz 2 Nummer 5 der Verordnung vom 17. November 2009 (GV. NRW. S. 682). Zur weiteren Anwendung s. § 146 Absatz 3 der Verordnung vom 17. November 2009 (GV. NRW. S. 682).