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Abschnitt 3 TRGL 121, Festigkeitsberechnung
Abschnitt 3 TRGL 121
Technische Regeln für Gashochdruckleitungen Konstruktion und Berechnung (TRGL 121)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln für Gashochdruckleitungen Konstruktion und Berechnung (TRGL 121)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRGL 121
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Abschnitt 3 TRGL 121 – Festigkeitsberechnung (1)

(1) Red. Anm.:

Außer Kraft am 1. Januar 2013 durch die Bek. vom 17. Oktober 2012 (GMBl S. 902)

3.1 Die Berechnung von Gashochdruckleitungen ist unter Zugrundelegung der nach Nummer 2 ermittelten höchsten Drücke und ungünstigsten Temperaturen sowie der zu erwartenden Zusatzbeanspruchungen durchzuführen.

3.1.1 Wanddickenberechnung von Stahlrohren.

(1) Die Rohrwanddicke ist nach DIN 2413 zu berechnen.

(2) Der in die Rechnung einzusetzende Sicherheitsbeiwert S ist für erdverlegte Gasleitungen für Geltungsbereich 1 nach DIN 2413 in Abhängigkeit von der gewährleisteten Bruchdehnung der Stähle in Tabelle 1 festgelegt.

(3) Bei Anwendung der in Tabelle 1 enthaltenen Sicherheitsbeiwerte sind normale Erdverlegungsbeanspruchungen berücksichtigt Liegen besondere zusätzliche Beanspruchungen vor, z.B. bei nicht eingeerdeten Leitungen oder bei Erddeckungen von mehr als 3 m, wenn das Verhältnis s/d < 1 % ist, sind zusätzliche Spannungsnachweise zu führen (siehe z.B. VdTÜV-Merkblatt 1063).

Tabelle 1

StahlsorteSY 1
StE 210.7  1,500,670
StE 240.7  1,500,670
StE 290.7undStE 290.71,500,670
StE 320.7undStE 320.71,540,650
StE 360.7undStE 360.71,560,640
StE 385.7undStE 385.71,580,630
StE 415.7undStE 415.71,600,625
  StE 445.71,600,625
  StE 480.71,600,625
Sonstige Stähle sofern > 18 % (quer)1,600,625
1 Y = 1 / S

3.1.2 Berechnung von Rohrleitungsteilen und Bemessung von Armaturen.

(1) Rohrbogen mit Biegeradien <= 40 d1 werden nach DIN 2413, Abzweigstücke nach AD-Merkblatt B 9 und gewölbte Böden nach AD-Merkblatt B 3 berechnet Für die Berechnung ist bei warmgefertigten Teilen ggf. der Abfall der Streckgrenze zu berücksichtigen.

(2) In die Berechnung von Rohrbögen ist mindestens der Sicherheitsbeiwert einzusetzen, der bei der Berechnung der Rohre zugrunde gelegt wird. Für sonstige Rohrleitungsteile ist mindestens ein Sicherheitsbeiwert von S = 1,8 einzusetzen.

(3) Für die Bemessung der Armaturen sind in der Regel die AD-Merkblätter zugrunde zu legen.