Technische Regeln Druckgase Gasgemische (TRG 102) Bundesrecht

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Anlage 1 TRG 102, Technische Gasgemische - Anlage 1
Anlage 1 TRG 102
Technische Regeln Druckgase Gasgemische (TRG 102)
Bundesrecht

Anhangteil

Titel: Technische Regeln Druckgase Gasgemische (TRG 102)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRG 102
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Anlage 1 TRG 102 – Technische Gasgemische - Anlage 1 (1)

(2)

Spaltenbezeichung zur TRG 102 Anlage 1

Spalte Inhalt
0 Komponenten
1 Bezeichnung
Füllen
6 höchstzulässige Druck der Füllung bei 15 C [bar]
  Füllfaktor [kg/l]
Behältertyp Mindestprüfüberdruck [bar]
7a D a <= 1,50 m [bar]
7b D a > 1,50 m ohne Sonnenschutz [bar]
7c D a > 1,50 m mit Sonnenschutz [bar]
Eigenschaften
8sehr giftig [+]
9stark korrosiv []
Prüffristen
10 Tankfahrzeuge Aufsetzfahrzeuge, Gefäßbatterien < 1000 l
11a Tankfahrzeuge Aufsetzfahrzeuge, Gefäßbatterien > 1000 l W = wiederkehrende Prüfungen
11bTankfahrzeuge Aufsetzfahrzeuge, Gefäßbatterien > 1000 l Z = Zwischenprüfungen
12a Tankcontainer W = wiederkehrende Prüfungen
12bTankcontainer Z = Zwischenprüfungen
13a Eisenbahnkesselwagen W = wiederkehrende Prüfungen
13bEisenbahnkesselwagen Z = Zwischenprüfungen
14 Bemerkungen

0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Gruppe 1.1: Gasgemische mit tk < -10 C unbrennbar
Übliches Verfahren zur Bestimmung der Füllmenge: nach Druck (manometrisch)
Argon mit 1 Vol.-% StickstoffoxidArgon + l Vol.-% NO200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Die Behälter müssen aus ferritischen Stählen hergestellt sein 
 2.Die Absperreinrichtungen müssen aus den Werkstoffen Cu Zn 39 Pb 3 und X 10 Cr Ni Mo Ti 18 10 (Unterspindel) gefertigt sein. Für das Armaturengehäuse und die Unterspindel können andere Werkstoffe verwendet werden, wenn hierzu die Zustimmung der BAM vorliegt.
Der seitliche Anschlußstutzen der Gasflaschenventile muß das Gewinde 1" haben (Anschluß Nr. 8 nach DIN 477).
 
Argon mit 0,05 Vol.-% StickstoffoxidArgon + 0,05 Vol.-% NO (techn. Argon-Gemisch)200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Die Behälter müssen aus ferritischen Stählen hergestellt sein 
 2.Die Absperreinrichtungen müssen aus den Werkstoffen Cu Zn 39 Pb 3 und X 10 Cr Ni Mo Ti 18 10 (Unterspindel) gefertigt sein. Für das Armaturengehäuse und die Unterspindel können andere Werkstoffe verwendet werden, wenn hierzu die Zustimmung der BAM vorliegt.
Der seitliche Anschlußstutzen der Gasflaschenventile darf außer dem Gewinde 1". (Anschluß Nr. 8 nach DIN 477) auch den Anschluß Nr. 6 nach DIN 477 haben
 
Edelgase (außer Xenon) (He, Ne, Ar, Kr)Verd. Edelgas oder z.B.: Helium + 10 Vol.-% Kr300-1,5 p15 --1063584s. TRG 104 Anlage 1 Gruppe A
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
LuftDruckluft (Preßluft)300-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Ist nach dem Ergebnis der inneren Untersuchung für die nächste wiederkehrende Prüfung die Frist von 10 Jahren nicht mehr zu verantworten, so ist die Frist von dem Sachverständigen im Benehmen mit dem Betreiber zu verkürzen. Ist der Betreiber hiermit nicht einverstanden, so kann er die Entscheidung der Aufsichtsbehörde herbeiführen (vgl. § 16 Absatz 3 DruckbehV). 
 2.Flaschen für Tauchgeräte zu Sport-, Arbeits- oder Rettungszwecken müssen unmittelbar hinter der Gasbezeichnung gekennzeichnet sein mit "FÜR TAUCHGERÄTE" (zulässige Abkürzung: "DRUCKLUFT-TG" oder "PRESSLUFT-TG"). Für diese Flaschen beträgt die Prüffrist zwei Jahre. Satz 2 gilt auch für Flaschen, für die nach den bisherigen Bestimmungen andere Prüffristen festgelegt waren 
 3.Flaschen für Atemschutzgeräte zu Arbeits- oder Rettungszwecken müssen unmittelbar hinter der Gasbezeichnung gekennzeichnet sein mit "FÜR ATEMSCHUTZGERÄTE" (zulässige Abkürzung: "DRUCKLUFT-TG" oder "PRESSLUFT-AG"). Für diese Flaschen beträgt die Prüffrist sechs Jahre. Satz 2 gilt auch für Flaschen, für die nach den bisherigen Bestimmungen andere Prüffristen festgelegt waren 
 4.Jede nach Maßgabe 2 zu kennzeichnende Flasche ist, sofern sie völlig entleert zum Füllen angeliefert wird, einer Besichtigung des Flascheninnern zu unterziehen. Die Flasche darf nur gefüllt werden, wenn sich das Innere der Flasche in einem einwandfreien Zustand befindet oder der einwandfreie Zustand wiederhergestellt worden ist 
 5.Die Maßgaben 2 bis 4 gelten sinngemäß, wenn der Druckluft (Preßluft) der Flaschen für Tauch- oder Atemschutzgeräte noch andere Komponenten beigemischt sind 
 6.Die Maßgaben 2 und 3 gelten nur für Flaschen, die vom Träger der Geräte mitgeführt werden. Die Maßgaben gelten z. B. nicht für Flaschen, die auf einem Taucherschiff aufgestellt sind 
Sauerstoff mit 5 Vol.-% KohlendioxidSauerstoff + 5 Vol.-% CO2 (Carbogen)200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgabe
Die zu Druckluft genannte besondere Maßgabe 1 gilt entsprechend
 
>= 20 Vol.-% Edelgase (außer Xenon) Rest: Stickstoff und/oder < 20 Vol.-% Sauerstoff und/oder <= 20 Vol.-% Kohlendioxid 200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "VERD. EDELGAS" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Edelgase (außer Xenon) entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) und auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 
>= 60 Vol.-% Argon und 20 bis <= 40 Vol.-% Kohlendioxid 200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben
1. Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "VERD. EDELGAS" gekennzeichnet sein.
2. Behälter und Armaturen müssen denen für Edelgase (außer Xenon) entsprechen.
3. Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe der Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein.
4. Die Füllung kann manometrisch, gravimetrisch oder volumetrisch erfolgen. Sorgfältige Massen-, Temperatur- und Druckbestimmungen werden dabei vorausgesetzt: Der angegebene Stoffmengengehalt ist identisch mit dem Volumengehalt im Normzustand (0 C, 1,013 bar). Im einzelnen ist folgendes zu beachten:
4.1 Manometrische Füllung
Die zulässige CO2-Masse im Druckgasbehälter beträgt 114 g/l.
Der Überdruck bei 15 C darf in Abhängigkeit von dem Stoffmengengehalt an CO2 folgende Werte nicht überschreiten:
 
 Stoffmengengehalt an CO2
%
Überdruck bei 15 C
bar
 
 25200 
 30162 
 35135 
 40117 
 4.2 Gravimetrische Füllung
Folgende Füllfaktoren dürfen bei der Füllung der Druckgasbehälter nicht überschritten werden:
 
 Stoffmengengehalt
an CO2
%
Füllfaktor
des CO2
g/l
Füllfaktor
des Ar
g/l
 
 2088319 
 25114310 
 35172294 
 40210285 
 4.3 Volumetrische Füllung
Beim volumetrischen Füllverfahren muß das Gemisch im entspannten Zustand hergestellt werden. Bei der anschließenden Kompression darf ein Überdruck von 200 bar bei 15 C nicht überschritten werden. Während des Füllvorganges muß die Temperatur des Gemisches im Behälter mindestens 15 C betragen
 
> 80 Vol.-% Stickstoff
Rest: Sauerstoff und/ oder Kohlendioxid und/ oder Edelgase (außer Xenon)
 200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "STICKST0FF" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Stickstoff entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Stickstoff mit max. 5 Vol.-% Äthylen 200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "STICKSTOFF" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Stickstoff entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 
>= 20 Vol.-% Sauerstoff Rest:
Edelgase (außer Xenon) und/oder Stickstoff
 300-1,5 p15 --106352,584 
 Besondere Maßgaben: 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "SAUERSTOFF" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Sauerstoff entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 
 4.Ist nach dem Ergebnis der inneren Untersuchung für die nächste wiederkehrende Prüfung die Frist von 10 Jahren nicht mehr zu verantworten, so ist die Frist von dem Sachverständigen im Benehmen mit dem Betreiber zu verkürzen. Ist der Betreiber hiermit nicht einverstanden, so kann er die Entscheidung der Aufsichtsbehörde herbeiführen (vgl. § 16 Absatz 3 DruckbehV). 
 5.Flaschen für Tauchgeräte zu Sport-, Arbeits- und Rettungszwecken müssen unmittelbar hinter der Gasbezeichnung gekennzeichnet sein mit "Für Tauchgeräte" (zulässige Abkürzung: "Sauerstoff-TG"). Für diese Flaschen beträgt die Prüffrist zwei Jahre. Satz 2 gilt auch für Flaschen, für die nach den bisherigen Bestimmungen andere Prüffristen festgelegt waren 
 6.Flaschen für Atemschutzgeräte zu Arbeits- und Rettungszwecken müssen unmittelbar hinter der Gasbezeichnung gekennzeichnet sein mit "FÜR ATEMSCHUTZGERÄTE" (zulässige Abkürzung: "SAUERSTOFF-AG"). Für diese Flaschen beträgt die Prüffrist sechs Jahre. Satz 2 gilt auch für Flaschen, für die nach den bisherigen Bestimmungen andere Prüffristen festgelegt waren 
 7.Jede nach Maßgabe 5 zu kennzeichnende Flasche ist, sofern sie völlig entleert zum Füllen angeliefert wird, einer Besichtigung des Flascheninneren zu unterziehen. Die Hasche darf nur gefüllt werden, wenn sich das Innere der Hasche in einem einwandfreiem Zustand befindet oder der einwandfreie Zustand wieder hergestellt worden ist 
 8.Die Maßgaben 5 bis 7 gelten sinngemäß, wenn dem Sauerstoff der Flaschen für Tauch- oder Atemschutzgeräte noch andere Komponenten beigemischt sind 
>= 20 Vol.-% Sauerstoff Rest: Edelgase (außer Xenon) und/ oder Stickstoff und/ oder <= 20 Vol.-% Kohlendioxid 200-1,5 p15 --1063584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "SAUERSTOFF" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Sauerstoff entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 
 4.Die zu Druckluft genannte besondere Maßgabe 1 gilt entsprechend 

0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Gruppe 1.2: Gasgemische mit tk < -10 C, brennbar
Übliches Verfahren zur Bestimmung der Füllmenge: nach Druck (manometrisch)
Methanhaltige Kohlenwasserstoffe (MKW) (CH4, CmHn) und ErdgasMethanhaltige Kohlenwasserstoffe (MKW)200-1,5 p15 --563584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Es dürfen nur Gemische gefüllt sein, die frei von Cyanwasserstoff sind. Gemische, die Schwefelverbindungen enthalten, dürfen nur gefüllt sein, wenn das Gutachten der Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin oder einer anderen sachkundigen Stelle darüber vorliegt, daß die Schwefelverbindungen nach Art und Menge Spannungsrißkorrosion nicht verursachen können 
 2.Ein mit methanhaltige Kohlenwasserstoffe oder MKW gekennzeichneter Behälter darf auf ein anderes Druckgas nur umgestempelt werden, wenn der Sachverständige nach einer geeigneten Untersuchung keine Bedenken erhoben hat. Die Bezeichnung "METHANHALTIGE KOHLENWASSERSTOFFE" oder "MKW" ist zu durchkreuzen; sie darf nicht entfernt werden 
 3.Das Gas muß trocken sein, d. h. der Taupunkt des eingefüllten Gases muß weniger als -10 C betragen. Auf TRG 402 Nummer 4.3 wird hingewiesen 
H2, CH4 CO, CmHn, N2, CO2 Stadtgas (Leuchtgas)200-1,5 p15 +23--4- 
 Besondere Maßgaben 
 1.Es darf nur Stadtgas (Leuchtgas) gefüllt sein, dessen Gehalt an Cyanwasserstoff 0,2 g/100 m3 (0 C und 1,01325 bar) nicht übersteigt 
 2.Behälter für Stadtgas (Leuchtgas) sind beim wiederkehrenden Prüfen zusätzlich auf Spannungsrißkorrosion zu prüfen 
 3.Ein mit Stadtgas (Leuchtgas) gekennzeichneter Behälter darf auf ein anderes Druckgas nur umgestempelt werden, wenn der Sachverständige nach geeigneter Untersuchung keine Bedenken erhoben hat. Die Bezeichnung "STADTGAS" oder "LEUCHTGAS" ist zu durchkreuzen; sie darf nicht entfernt werden 
 4.Das Gas muß trocken sein d.h. der Taupunkt des eingefüllten Gases muß weniger als -10 C betragen auf TRG 402 Nummer 4.3 wird hingewiesen 
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Wasserstoff im Gemisch mit MethanWasserstoff + Methan (Vulkangas)200-1,5 p15 --563584 
 Besondere Maßgabe
Das Gas muß trocken sein, d.h. der Taupunkt des eingefüllten Gases muß weniger als -10 C betragen. Auf TRG 402 Nummer 4.3 wird hingewiesen
 
> 2 Vol.-% Wasserstoff Rest: Edelgase (außer Xenon) und/oder Stickstoff 300-1,5 p15 --563584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "WASSERSTOFF" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Wasserstoff entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche) durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 
> 2 Vol.-% Methan Rest: Edelgase (außer Xenon) und/oder Stickstoff 300-1,5 p15 --563584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Jeder Behälter muß mit der Einstempelung "METHAN" gekennzeichnet sein 
 2.Behälter und Armaturen müssen denen für Methan entsprechen 
 3.Vor dem Füllen eines Behälters muß die jeweilige Füllung (Angabe aller Komponenten und ihrer Konzentration oder ihrer Konzentrationsbereiche und/oder Angabe der gebräuchlichen Handelsbezeichnung) durch Farbbeschriftung (Aufschlablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein 

0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Gruppe 2.1: Gasgemische mit -10 C <= tk < +70 C unbrennbar, chemisch stabil
Übliches Verfahren zur Bestimmung der Füllmenge: nach Gewicht (gravimetrisch)
Gemische aus
Bromtrifluor-
methan und Stickstoff für Feuerlösch-
zwecke
Bromtrifluormethan
+ Stickstoff (Halon 1301 + N2)
     --10------Der Füllfaktor gilt für Halon 1301 der höchstzulässige Überdruck Halon 1301 mit Stickstoffaufladung.
Die Bezugstempe- raturen sowie die Angaben auf der Flasche über das höchstzulässige Füllgewicht für Halon 1301 und den höchstzulässigen Gesamtüberdruck nach Stickstoffauf- ladung haben ausschließlich sicherheitstechnische Bedeutung. Rückschlüsse auf die Löschwirkung können nicht gezogen werden
 Besondere Maßgaben bei 15 C gilt für 
 1.Abhängig vom Füllfaktor und voAbhängig vom Füllfaktor und vom höchstzulässigen Gesamtüberdruck nach Stickstoftaufladung bei 15 C gelten die in der Tabelle genannten Mindestprufüberdrücke 
  Füllfaktorhöchstzul.
Überdruck
bei 15 C
Bezugstemperatur 
    70 C80 C 
    Mindestprüfüberdruck 
  kg/lbarbar 
  bis 0,80235665 
   397788 
   55105118 
  bis 0,90235769 
   398194 
   55110126 
  bis 1,00236276 
   3990106 
   55121138 
  bis 1,10237087 
   39101119 
   55134151 
  bis 1,15237695 
   39109129 
   55143161 
 2.Die erhöhte Bezugstemperatur von 80 C gilt für Feuerlöscher, die dazu bestimmt sind, an oder in Fahrzeugen zum Ablöschen von Fahrzeugbränden mitgeführt zu werden 
 3.Es sind nur Flaschen zulässig. Jede Flasche muß mit dem höchstzulässigen Füllgewicht für Halon 1301 und mit dem höchstzulässigen Gesamtüberdruck nach Stickstoffaufladung bei 15 C gekennzeichnet sein 
 4.Die Füllmenge des Halon 1301 ist nach Gewicht, die Aufladung mit Stickstoff ist nach Druck zu bestimmen 
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Kohlendioxid mit max. 10 Gew.-% Stickstoff, Sauerstoff oder Luft     --10------- 
 Besondere Maßgaben 
  Es sind nur Flaschen zulässig. Jede Flasche muß die eingestempelte Kennzeichnung "KOHLENDIOXID" tragen und für 190 oder 250 bar Prüfüberdruck ausgelegt sein. Das Gasflaschenventil muß DIN 477 Kohlendioxid entsprechen. Die Ausrüstung mit einer für CO2 zugelassenen Berstscheibensicherung ist zulässig 
 1.Beimischung
Gew.%
Prüfüberdruck der Flasche 
   190 bar250 bar 
   N2 LuftO2 N2 LuftO2  
   Füllfaktor f in kg/l 
  bis 10,640,640,640,730,730,74 
  > 1 bis 20,610,620,630,710,720,73 
  > 2 bis 30,590,600,610,700,700,71 
  > 3 bis 40,570,580,600,680,690,70 
  > 4 bis 50,550,560,580,670,670,69 
  > 5 bis 60,530,540,560,650,660,68 
  > 6 bis 70,520,520,550,630,640,67 
  > 7 bis 80,500,510,530,620,630,56 
  > 8 bis 90,490,500,520,610,610,65 
  > 9 bis 100,480,480,510,590,600,64 
 2.Abhängig vom Prüfüberdruck der Flasche und der Gemischzusammensetzung gelten die in der Tabelle genannten Füllfaktoren 
 3.Vor dem Füllen einer Flasche müssen die jeweilige Füllung, der Anteil der Bemischung in Gew.-% und das höchstzulässige Füllgewicht des Gemisches durch Farbbeschriftung (Aufschablonierung oder Aufklebefolie) auf dem Behältermantel haltbar und deutlich wiedergegeben worden sein; z. B.: CO2 + 5 Gew.-% N2 Füllgewicht des Gemisches ... kg 
 4.Für Behälter aus Stahl V 70 Mn beträgt die Prüffrist 6 Jahre. Behälter aus diesem Stahl sind bei den Prüfungen einer besonders sorgfältigen inneren Untersuchung zu unterziehen 
 5.Die zu Druckluft genannte besondere Maßgabe 1 gilt entsprechend, soweit im Gemisch Sauerstoff oder Luft ist 
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
60 Gew.-% CClF3 + 40 Gew.-% CHF3 Gasgemisch R 503 (R 503)0,1131-31--5
(10)
63584  
  0,2042--           
  0,21--42           
  0,66100--           
  0,76--100           
  0,93190--           
  0,95-190-           
  0,97--190           
  0,98225--           
  1,00-225-           
  1,02--225           

0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Gruppe 2.3: Gasgemische mit -10 C <= tk < +70 C, chemisch instabil (im allgemeinen brennbar)
Übliches Verfahren zur Bestimmung der Füllmenge: nach Gewicht (gravimetrisch)
Kohlendioxid mit max.: 17 Gew.-% ÄthylenoxidKohlendioxid + max.: 17 Gew.-% Äthylenoxid-0,66190----563584 
   0,73--190          
   0,75250--          
   0,78--250          
 Besondere Maßgaben 
 1.Die Behälter dürfen nicht mit einer Berstscheibe ausgerüstet sein 
 2.Jeder Behälter muß gekennzeichnet sein mit dem Hinweis: "NUR AUS DER FLÜSSIGEN PHASE ENTNEHMEN". Dem Betreiber bleibt es unbenommen, ob er den Behälter aus "Überkopfstellung" oder über ein Steigrohr entleert 

0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
 Gruppe 3.2: Gasgemische mit tk >= +70 C, brennbar, chemisch stabil
Übliches Verfahren zur Bestimmung der Füllmenge: nach Gewicht (gravimetrisch) oder nach Volumen (volumetrisch)
 
sog. "Flüssiggas" in der Zusammensetzung nach DIN 51622Gemisch Butan-0,49121010--1063584s. TRG 104 Anlage 1 Gruppe G
 Gemisch Buten (Butylen)-0,51101010--1063584 
 Gemisch Propan-4,25302825--1063584 
 Gemisch Propen (Propylen)-0,43302825--1063584 
Gemische aus Kohlenwasserstoffen (insbesondere Butane und Propan)Gemisch A-0,50101010--1063584s. TRG 104 Anlage 1 Gruppe G
 Gemisch A 0-0,47151412--1063584 
 Gemisch A 1-0,46201816--1063584 
 Gemisch B-0,43252320--1063584 
 Gemisch C-0,42302725--1063584 
 Besondere Maßgabe
Jedes Gemisch muß dem Füllen zuverlässig klassifiziert worden sein, und zwar entsprechend
DIN 51619, DIN 51618 und DIN 51640
 
Methanhaltige Kohlenwasserstoffe
(CH4, CmHn)
Methanhaltige Kohlen-wasserstoffe (MKW)1500,187225----5------ 
  2000,244300----5------ 
 Besondere Maßgaben 
 1.Es sind nur Flaschen zulässig 
 2.Jede Flasche muß mit dem höchstzulässigen Überdruck der Füllung bei 15 C und dem höchstzulässigen Füllgewicht gekennzeichnet sein 
 3.Die Füllmenge ist nach Druck und nach Gewicht zu bestimmen 
 4.Die zu methanhaltige Kohlenwasserstoffe nach Gruppe 1.2 genannten besonderen Maßgaben gelten entsprechend 
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Methylbromid mit StickstoffMethylbromid + Stickstoff (CH3Br + N2)91,4230--+-5------Der Füllfaktor gilt für Methylbromid: der höchstzulässige Überdruck gilt für Methylbromid mit Stickstoff aufladung
 Besondere Maßgaben 
 1.Es sind nur Flaschen zulässig. Jede Flasche muß mit dem höchstzulässigen Füllgewicht für Methylbromid und dem höchstzulässigen Gesamtdruck für Methylbromid mit Stickstoff bei 15 C gekennzeichnet sein 
 2.Die Füllmenge von Methylbromid ist nach Gewicht, die Füllmenge des Stickstoffs ist nach Druck zu bestimmen 
Methylbromid mit max. 2 Gew.-% Chlorpikrin (Trichlor-nitromethan) und StickstoffCH3 Br + max. 2 Gew.-% CCl3NO2 + N2 91,4230--+-5------Der Füllfaktor gilt für das Gemisch Methylbromid/ Chlorpikrin; der höchstzulässige Überdruck gilt für das Gemisch mit
Stickstoffaufladung
 Besondere Maßgaben 
 1.Es sind nur Flaschen zulässig. Jede Flasche muß mit dem höchstzulässigen Füllgewicht für das Gemisch Methylbromid/Chlorpikrin sowie mit dem höchstzulässigen Gesamtdruck für das Gemisch mit Stickstoff bei 15 C gekennzeichnet sein 
 2.Die Füllmenge von Methylbromid und Chlorpikrin ist nach Gewicht, die Füllmenge des Stickstoffs ist nach Druck zu bestimmen 
Methylsilan, - Dimethylsilan und Trimethylsilan einzeln oder im Gemisch miteinander, mit einer Verunreinigung von höchstens 2 Gew.-% WasserstoffMethylsilane-0,39225----5------s.TRG 104 Anlage 1 Gruppe K
 Besondere Maßgabe
Es sind nur Flaschen zulässig
 

0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
 Gruppe 3.3: Gasgemische mit tk >= +70 C; chemisch instabil (i. allg. brennbar)
Übliches Verfahren zur Bestimmung der Füllmenge: nach Gewicht (gravimetrisch) oder nach Volumen (volumetrisch)
 
 Besondere Maßgaben für chemisch instabile Gasgemische
Gasgemische dieser Gruppe dürfen nur gefüllt werden, wenn auf Grund ihrer Reinheit, ihrer Stabilisierung und/oder sonstiger Maßnahmen (z. B. Reinigung der Behälter vor dem Füllen) unzulässige Drücke oder Temperaturen unter den Lager- und Beförderungsbedingungen nicht zu erwarten sind
 
Äthylenoxid mit max. 10 Gew.-% KohlendioxidÄthylenoxid + max. 10 Gew.-% CO2 -0,7328-24--563584 
 Besondere Maßgaben 
 1.Gasflaschenventile müssen am seitlichen Anschlußstutzen das für Äthylenoxid vorgeschriebene Gewinde haben 
 2.Jeder Behälter muß gekennzeichnet sein mit dem Hinweis: "NUR AUS DER FLÜSSIGEN PHASE ENTNEHMEN". Dem Betreiber bleibt es unbenommen, ob er den Behälter aus "Überkopfstellung" oder über ein Steigrohr entleert 
   
Äthylenoxid mit >= 50 Gew.-% Methylformiat
Äthylenoxid + min. 50 Gew.-% Methylformiat-0,8010----5------ 
 Besondere Maßgaben 
 1.Es sind nur Flaschen zulässig 
 2.Gasflaschenventile müssen am seitlichen Stutzen das für Äthylenoxid vorgeschriebene Gewinde haben 
 3.Jeder Behälter muß gekennzeichnet sein mit dem Hinweis: "NUR AUS DER FLÜSSIGEN PHASE ENTNEHMEN". Dem Betreiber bleibt es unbenommen, ob er den Behälter aus "Überkopfstellung" oder über ein Steigrohr entleert 
45 Gew.-% Äthylenoxid,
45 Gew.-% Methylformiat und
10 Gew.-% Kohlendioxid
 -0,7328-24--5------ 
 Besondere Maßgaben 
 1.Gasflaschenventile müssen am seitlichen Stutzen das für Äthylenoxid vorgeschriebene Gewinde haben 
 2.Jede Gasflasche muß mit einem annähernd bis zum Flaschenboden reichenden Steigrohr ausgerüstet sein. Auf den Gasflaschen ist der Hinweis: "Flasche muß zur Entnahme des Gasgemisches aufrecht stehen" anzubringen 
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
Dichlordifluor-
methan mit 12 Gew.-% Äthylenoxid
R 12 + 12 Gew.-% C2H4O-1,09181615--563584un-
brenn-
bar
 Besondere Maßgaben 
 1.Gasflaschenventile müssen am seitlichen Anschlußstutzen das für Dichlordifluormethan vorgeschriebene Gewinde haben 
 2.Jeder Behälter muß gekennzeichnet sein mit dem Hinweis: "NUR AUS DER FLÜSSIGEN PHASE ENTNEHMEN". Dem Betreiber bleibt es unbenommen, ob er den Behälter aus "Überkopfstellung" oder über ein Steigrohr entleert 
 Methylacetylen/ Propadien-Gemisch I-0,49252321--5 (10)63584 
 (die Konzentrationsangaben gelten für die Analyse nach dem Verdampfen der flüssigen Phase) 
   Methylacetylen + Propadienmax. 63 Vol.-% 
   davon Propadienmax. 38 Vol.-% 
 + C4-Kohlenwasserstoffe14 Vol.-% 
  davon Iso-Butan oder Normal-Butanmin. 13 Vol.-% 
 + Propan + Propylenmax. 24 Vol.-% 
   davon Propylenetwa 8 Vol.-% 
 Besondere Maßgaben 
 1.Gasflaschenventile müssen am seitlichen Anschlußstutzen das Innengewinde W 21,80 x 1/14" links nach DIN 477 haben 
 2.Das Gemisch darf nur aus der flüssigen Phase entnommen werden. Abweichend von Satz 1 darf auch aus der gasförmigen Phase entnommen werden 
  abei Flaschen mit einem Fassungsraum von nicht mehr als 79 1, 
  bbei sonstigen Behältern, wenn durch analytische Überwachung sichergestellt ist, daß eine gefährliche Anreicherung von Methylacetylen und von Propadien verhindert ist 
 3.Die Entnahme aus der gasförmigen Phase zum Verbrauch darf nur über Druckminderer mit fest verbundener Gasrücktrittssicherung und mit Flammenrückschlagsperre erfolgen. Gasrücktrittssicherung und Flammenrückschlagsperre sind Ausrüstungsteile, die die Sicherheit der Behälter beeinflussen, auch dann, wenn sie erst beim Verwender der Druckgasbehälter mit den Behältern verbunden werden 
 Methylacetylen/ Propadien-Gemisch III-0,49252321--5 (10)63584 
 (die Konzentrationsangaben gelten für die Analyse nach dem Verdampfen der flüssigen Phase) 
 Methylacetylen + Propadienmax. 42,2 Vol.-% 
 davon Propadienmax. 18 Vol.-% 
 + Propan + Propylen50 bis 58 Vol.-% 
 davon Propylenmax. 53 Vol.-% 
 + Butadien -1,3max. 2,4 Vo.-% 
 + sonstige C4-Kohlenwasserstoffemin. 6 Vol.-% 
 Besondere Maßgaben
Es gelten die zum Methylacetylen/Propadien-Gemisch I genannten besonderen Maßgaben
0 Erläuterungen167a7b7c891011a11b12a12b13a13b14
 Methylacetylen/ Propadien-Gemisch IV-0,45252321--5
(10)
63584 
(die Konzentrationsangaben gelten für die Analyse nach dem Verdampfen der flüssigen Phase)
Methylacetylen + Propadienmax. 27,3 Vol.-%
davon Propadienmax. 11,2 Vol.-%
+ Propan + Propylen64 bis 68 Vol.-%
davon Propylen37 bis 39 Vol.-%
+ n-Butan4 bis 8 Vol.-%
 Besondere Maßgaben
Es gelten die zum Methylacetylen/Propadien-Gemisch I genannten besonderen Maßgaben
 Methylacetylen/Propadien-Gemisch V-0,43302725--5
(10)
63584 
(die Konzentrationsangaben gelten für die Analyse nach dem Verdampfen der flüssigen Phase)
  Methylacetylen + Propadienmax. 48 Vol.-%
  davon Propadienmax. 21 Vol.-%
+Acetylenmax. 5,2 Vol.-%
+ Propan + Propylenmin. 34 Vol.-%
  davon Propylenmax. 10 Vol.-%
+n-Butan + i-Butanmin. 10 Vol.-%
 Besondere Maßgaben
Es gelten die zum Methylacetylen/Propadien-Gemisch I genannten besonderen. Maßgaben
 Methylacetylen/ Propadien-Gemisch VI-0,43302725--5
(10)
63584 
(die Konzentrationsangaben gelten für die Analyse nach dem Verdampfen der flüssigen Phase)
1. Methylacetylen + Propadienmax. 13,5 Vol.-%
2. davon Propadienmax. 6,0 Vol.-%
3. Propen (Propylen)min. 70 Vol.-%
4. Propanmind. wie Anteile von 1
5. n- und i-Butanmind. 20 % der Anteile von 1
 Besondere Maßgaben
Es gelten die zum Methylacetylen/Propadien-Gemisch I genannten besonderen Maßgaben
(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 1. Januar 2013 durch die Bek. vom 17. Oktober 2012 (GMBl S. 902)
(2) Red. Anm.:

Ausgabe März 1985 (BArbBl. 3/1985 S. 106)

Zuletzt geändert durch die Bekanntmachung vom 16. März 1998 (BArbBl. 6/1998 S. 79)