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Abschnitt 10 TRB 801 Nr. 45, Hinweise zur Anwendung der TRB ...
Abschnitt 10 TRB 801 Nr. 45
Technische Regeln Druckbehälter Gehäuse von Ausrüstungsteilen (TRB 801 Nr. 45)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln Druckbehälter Gehäuse von Ausrüstungsteilen (TRB 801 Nr. 45)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRB 801 Nr. 45
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Abschnitt 10 TRB 801 Nr. 45 – Hinweise zur Anwendung der TRB 100 und der TRB 200 (1)

(1) Red. Anm.:

Außer Kraft am 1. Januar 2013 durch die Bek. vom 17. Oktober 2012 (GMBl S. 902)

10.1 Grundsätze

Die Forderungen der TRB 100 Abschnitt 2.6 und der TRB 200 Abschnitt 2.2 sind sinngemäß auch auf die drucktragenden Gehäuseteile von Armaturen aus metallischen Werkstoffen anzuwenden. Dabei sind die nachstehenden Festlegungen zu beachten.

10.1.1 Allgemeine Grundsätze für Hersteller und Werkstoffe

Der Hersteller von Werkstoffen und die Werkstoffe für drucktragende Gehäuse von Armaturen müssen die Anforderungen der AD-Merkblätter der Reihe W erfüllen, wie sie für Druckbehälter der Gruppen III IV, VI und VII gelten, sofern nachfolgend oder in dieser TRB keine Abweichungen festgelegt sind.

10.1.1.1 Kugelgraphitguß mit einer Nennzugfestigkeit <= 400 N/mm2 für Gehäuse von Armaturen mit DN <= 150 kann abweichend von AD Merkblatt W 3/2 Abschnitt 6 mit einem Abnahmeprüfzeugnis 3.1 B geliefert werden, wenn dem Sachverständigen vom Herstellerwerk der Nachweis gleichmäßiger und fehlerfreier Fertigung erbracht worden ist, was als gegeben angesehen werden kann, wenn mindestens 10 Lose verschiedener Schmelzen ohne Anstände durch den Sachverständigen geprüft wurden.

Wenn bei Gehäusen von Armaturen aus Gußeisen mit Kugelgraphit nach AD-Merkblatt W 3/2 die Kerbschlagarbeit ausnahmsweise statt an Probestäben nachträglich durch den Sachverständigen am Gehäuse selbst ermittelt wird, dürfen DVM-Proben statt ISO-V-Proben bei gleichen Anforderungen verwendet werden.

10.1.1.2 Bei Verwendung von Stahlguß nach AD-Merkblatt W 5 für drucktragende Gehäuseteile von Armaturen gelten hinsichtlich der Gütestufen die Festlegungen der Qualitätsklassen in dieser TRB.

10.1.1.3 Auf den Abschnitt 1.2 in AD-Merkblatt W 9 wird hingewiesen.

10.1.1.4 Werkstoffe nach den AD-Merkblättern W 3/1 und W 3/3 sollen für drucktragende Gehäuseteile von Armaturen nicht angewendet werden.

10.1.2 Allgemeine Grundsätze für Auslegung, Herstellung und damit verbundene Prüfungen

Die Hersteller und die Herstellung von Gehäusen von Armaturen müssen die Anforderungen der AD-Merkblätter der Reihe HP erfüllen, wie sie für Druckbehälter der Gruppen III, IV, VI und VII gelten, sofern in dieser TRB keine Abweichungen festgelegt sind.

10.1.2.1 AD-Merkblatt HP 0 Abschnitt 7 Anlage ist für den Umfang der zerstörungsfreien Prüfung nicht anzuwenden.

10.1.2.2 Die Anwendung der Hinweise für die Gestaltung im AD-Merkblatt HP 1 erfolgt für Gehäuse von Armaturen sinngemäß. Die Auslegung der Gehäuse von Armaturen erfolgt nach DIN 3840.

10.1.2.3 Bei gleichbleibender, mechanischer Fertigung von Gehäuse von Armaturen durch Rundnähte kann auf die Prüfung geschweißter Arbeitsproben nach AD-Merkblatt HP 5/2 unter folgenden Bedingungen verzichtet werden:

(1) Das Gehäuse von Armaturen ist aus einem Werkstoff der Gruppe 1 oder 6 nach AD-Merkblatt HP 0 und das

(2) Schweißverfahren - E - Hand mit Stabelektrode,

  • UP oder

  • Fülldrahtelektroden unter Schutzgas findet Anwendung.

Der Sachverständige überzeugt sich durch Stichproben von der Einhaltung der Bedingungen und den Ergebnissen der zerstörungsfreien Prüfung. Die darüber ausgestellten Protokolle bescheinigen gleichzeitig die Verlängerung der Verfahrensprüfung.

10.1.2.4 AD-Merkblatt HP 5/3 Abschnitt 2.1 findet keine Anwendung.