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Abschnitt 5 TRB 801 Nr. 23, Ausrüstung
Abschnitt 5 TRB 801 Nr. 23
Technische Regeln Druckbehälter Fahrzeugbehälter für flüssige, körnige oder staubförmige Güter (TRB 801 Nr. 23)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln Druckbehälter Fahrzeugbehälter für flüssige, körnige oder staubförmige Güter (TRB 801 Nr. 23)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRB 801 Nr. 23
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Abschnitt 5 TRB 801 Nr. 23 – Ausrüstung (1)

(1) Red. Anm.:

Außer Kraft am 1. Januar 2013 durch die Bek. vom 17. Oktober 2012 (GMBl S. 902)

5.1 Zu den Sicherheitseinrichtungen nach Abschnitt 2.1 gehören in diesem Fall neben der Sicherheitseinrichtung gegen Drucküberschreitung auch ein Druckmeßgerät.

5.2 Bei Verschlußelementen an Domdeckeln, die aus klappbaren Spannschrauben und Flügelmuttern bestehen, muß durch konstruktive Maßnahmen sichergestellt sein, daß die Schraubverbindung nicht vollständig getrennt werden kann, z.B. durch ein als Anschlag ausgebildetes am Bolzenende befestigtes Sicherungselement.

Dieses Sicherungselement muß

  • so ausgeführt sein, daß die Prüfung der Gewinde über den gesamten Bereich möglich ist
    und

  • so bemessen sein, daß es den Öffnungswinkel des mit zulässigem Betriebsüberdruck beaufschlagten Domdeckels zu begrenzen vermag, wenn das Gewinde der Schraubverbindung verschleißbedingt versagt.

5.3 An Fahrzeugbehältern für flüssige, körnige oder staubförmige Güter, die unter Gasdruck gefüllt oder entleert werden, sind zusätzlich zu der Kennzeichnung nach TRB 401 in der Nähe der Bedienungselemente der zulässige Betriebsüberdruck anzubringen. Bei Druckbehältern der Gruppe IV außerdem die Daten der nächsten Prüfungen. Die nächste äußere Prüfung wird lediglich durch die Jahreszahl angegeben, die nächste innere Prüfung und die Druckprüfung durch Jahreszahl und Monat.

5.4 Sind Fahrzeugbehälter, die unter Gasdruck gefüllt oder entleert werden, mit Sicherheitsventilen ausgerüstet, müssen diese folgenden Anforderungen genügen:

  • die Sicherheitsventile müssen so gestaltet sein, daß sie von außen weder blockiert noch zusätzlich belastet werden können,

  • die Sicherheitsventile und ihre Führungen müssen so gestaltet sein, daß entweder Ablagerungen die Funktion nicht beeinträchtigen oder die Führungen gegen Ablagerungen geschützt sind,

  • die Sicherheitsventile müssen so angeordnet oder geschützt sein, daß sie weder durch äußere Verschmutzungen noch durch das Beschickungsgut unwirksam werden können.

5.5 Werden Öffnungen an Fahrzeugbehältern (z.B. Kupplungsanschlüsse) mit schnellösbaren Blindverschlüssen verschlossen, die, unter Druck geöffnet werden können, müssen diese so gestaltet sein, daß sich beim Öffnen eine Entspannungsöffnung bilden kann, bevor das Element freigegeben wird. Bei Beschickungsgütern, die zum Verkleben neigen, muß diese Entspannungsöffnung im Zuge des Öffnens zwangsläufig gebildet werden. Ab DN 65 müssen solche schnellösbaren Blindverschlüsse entsprechend TRB 402 Abschnitt 3.4.5 mit einer Druckwarneinrichtung verriegelt sein.

5.6 Die zur Entleerung verwendete Luft darf bei der Förderung nicht zur Entzündung der Stoffe führen.

Diese Forderung ist erfüllt, wenn die Temperatur der zur Förderung verwendeten Luft vor Kontakt mit dem Fördergut eine stoff- und ggf. druckabhängige Temperatur nicht überschreitet die vom Betreiber in der Betriebsanweisung nach Abschnitt 6.6 festzulegen ist.

Dies gilt insbesondere für Stäube oder körnige, mit Stäuben vermischte Feststoffe, die jeweils mit Luftsauerstoff reagieren können.

Bei Getreide- und Futtermittelstäuben beträgt die Grenztemperatur beim zulässigen Betriebsüberdruck von 2 bar 120 C. Die Messung der Temperatur der verdichteten Luft erfolgt üblicherweise im Druckstutzen des Verdichters oder bei nachgeschalteten Ausrüstungsteilen im Abgabestutzen, z.B. des Luftkühlers.