Arbeitsschutz | 13.04.2017

Lärmprävention für Berufseinsteiger

Lärmprävention für Berufseinsteiger Viele junge Berufstätige klagen über Lärm am Arbeitsplatz. Dabei wünschen sie sich bereits in ihrer Berufsausbildung mehr Informationen zu Lärm- und Gehörschutz.

Der Umgang mit Lärm im Beruf ist für viele jungen Menschen keine Seltenheit. So empfinden 78 aller Beschäftigten im Alter von 16 bis 25 Jahren bei der Arbeit regelmäßig Lärm als störend. Das zeigt eine repräsentative Umfrage für das Präventionsprogramm »Jugend will sich-er-leben« (JWSL) im Auftrag der Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Ein Geräusch kann einfach nur störend sein. Ebenso gibt es solche Geräusche, die dem Gehör Schaden zufügen. Lärmschwerhörigkeit kann entstehen. Bei diesen Geräuschen müssen Beschäftigte einen Gehörschutz tragen. Ein gehörschädigender Lärm am Arbeitsplatz entsteht meistens dann, wenn Maschinen und Werkzeuge zum Einsatz kommen. Insgesamt geben 38 Prozent der befragten 16- bis 25-Jährigen an, von solchem Lärm bei der Arbeit betroffen zu sein. Folglich gibt diese Personengruppe ebenso an, ab und zu Gehörschutz zu tragen. Doch auch unter nicht gehörschädigendem Lärm leiden viele junge Beschäftigte. Eine Vielzahl (32 %) fühlen sich durch Gespräch von Kollegen oder Kunden und Telefongesprächen gestört. 21 Prozent empfinden Drucker und Kopierer, Kaffeemaschinen und Kassen als nervig. 18 Prozent klagen über Dauerbelastung durch Hintergrundmusik oder durchsagen. Bei Verkehrslärm sind es 18 Prozent.

Auch bei störendem Lärm bei der Arbeit: Junge Menschen achten in ihrer Freizeit wenig auf ihr Gehör. Nur eine Minderheit trägt bei lauter Musik oder anderen lauten Geräuschen einen Gehörschutz. Insgesamt 89 Prozent verzichtet auf einen Gehörschutz in der Freizeit generell. Die Umfrage zeigt aber ebenso: 68 Prozent der jungen Menschen wünschen sich mehr Aufklärung von ihrem Betrieb hinsichtlich Lärmvermeidung und Gehörschutz. Berufsschullehrer sind aus sich Sicht von 47 Prozent der Befragten hier auch in der Pflicht.

Quelle/Text: DGUV, Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)
Foto: © industrieblick - Fotolia.com

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