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Hatschi! Zu Beginn der kalten Jahreszeit, schnupft, hustet und niest ganz Deutschland. Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Zahl der Erkälteten. Dr. Peter Egler, Facharzt für Arbeitsmedizin, verrät, warum man sich impfen lassen sollte, wer die Kosten trägt und welche Nebenwirkungen auftreten können. |
Nur vor der saisonalen Influenza, die auch in jedem Jahr eine andere Impfstoffzusammensetzung erforderlich macht, da es jeweils Unterarten des Virus gibt.
Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) ist die Influenza-Impfung für alle Personen über 60 Jahre, für alle Schwangeren, für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie etwa chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten oder HIV) und auch für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen empfohlen. Außerdem sollten Personen mit erhöhter Gefährdung (zum Beispiel medizinisches Personal) und Personen, die eine mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen darstellen, geimpft werden. Für alle anderen nicht genannten Personen besteht keine Impfempfehlung, weil eine Erkrankung an Influenza in diesen Bevölkerungsgruppen in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen verläuft. Das bedeutet nicht, dass sie sich nicht grundsätzlich auch impfen lassen. Sie sollten dies mit ihren Haus- oder Betriebsarzt besprechen.
Nicht geimpft werden sollen Personen, die an einer akuten fieberhaften Erkrankung (Körpertemperatur über 38,5 Grad Celsius) oder schwereren akuten Infektion oder bei denen eine Allergie gegen Hühnereiweiß oder einen anderen Bestandteil des Impfstoffs vorliegt. Für letztere gibt es möglicherweise Alternativimpfstoffe. Dies muss genau vom Arzt geprüft werden. Für erstere kann die Impfung nach Abklingen der akuten Erkrankung nachgeholt werden.
Die Krankenkasse, gelegentlich auch der Arbeitgeber im Rahmen einer betrieblichen Impfaktion auf freiwilliger Basis.
Am besten an ihren Haus- oder Betriebsarzt.
Der Impfstoff wird in der Regel gut vertragen und Nebenwirkungen sind selten. Es kann in Einzelfällen vorübergehend zu Lokalreaktionen (leichte Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle) kommen. Gelegentlich treten vorübergehend Allgemeinsymptome wie bei einer Erkältung auf (Fieber, Frösteln oder Schwitzen, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen). In der Regel klingen diese Beschwerden innerhalb von ein bis zwei Tagen folgenlos wieder ab.
Dies liegt daran, dass der Körper und das Immunsystem natürlich (und ja gewollt!) sich mit dem Impfstoff auseinandersetzen müssen.
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Dr. Peter Egler ist Facharzt für Arbeitsmedizin und Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. |
Interview: Silke Jarzina
Foto: VDBW, © shoot4u - Fotolia.com