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Gesundheitsrisiko durch Drucker

Beim Drucken gelangt Tonerstaub in die Luft Ob Laserdrucker die Gesundheit gefährden, ist bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Sicher ist aber: Die Geräte geben mitunter giftigen Tonerstaub und Schadstoffe in die Luft ab. Inzwischen gibt es sogar anerkannte Fälle von Berufsunfähigkeit. Wichtig ist daher der richtige Umgang.

Laserdrucker stehen in vielen deutschen Büros und werden jeden Tag häufig benutzt. Doch der Tonerstaub, den sie für das Drucken verwenden, ist womöglich gesundheitsschädlich. Bewiesen ist das zwar nicht, aber Studien und Untersuchungen legen den Verdacht nahe. Zum Beispiel hat die Uniklinik Freiburg untersucht, wie die Abluft eines Druckers auf Kulturen menschlicher Lungenzellen wirkt, berichtet das Online-Magazin Sueddeutsche.de. Das Ergebnis zeigte, dass der Druckerdunst die Zellteilung negativ beeinflussen kann. Dies sei noch kein Beleg für eine Krebs auslösende Wirkung, aber ein Hinweis darauf, dass Tonerstaub die DNS schädigen könnte. Das müssten weitere Untersuchungen zeigen.

Um sich und die eigene Gesundheit vor den schädlichen Folgen von Druckeremissionen zu schützen, empfiehlt es sich einige Regeln Nutzung zu beachten. Sie betreffen den Kauf und den richtigen Umgang mit den Bürogeräten und zielen darauf ab, den Kontakt mit Tonerstaub - zum Beispiel beim Auswechseln einer Kartusche - so weit wie möglich zu vermeiden.

Beim Kauf von Druckern beachten

Die Vorsichtsmaßnahmen beginnen beim Kauf. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt in ihrem Faltblatt »Tonerstaub am Arbeitsplatz« den Kauf eines Druckers, der dem Stand der Technik entspricht, also besonders emissionsarm arbeitet und ein Prüfzeichen trägt, zum Beispiel den blauen Engel. Dieser weist ein Gerät als besonders emissionsarm aus. Es gibt aber auch andere Siegel. Wichtig ist vor allem, dass sie Kennzeichen einer international anerkannten Emissionsprüfung sind.

Außerdem stoßen einige Drucker technisch bedingt Ozon aus. Beim Erwerb eines Gerätes sollte darauf geachtet werden, dass es mit einem Aktivkohlefilter oder einem emissionsarmen Hochspannungsteil ausgestattet ist.

Beim Aufstellen von Druckern

Während es Druckens werden Tonerteilchen über das Ventilationssystem, das zur Kühlung der inneren Bauteile wichtig ist, in die Luft abgegeben. Es handelt sich um feinste Partikel, die sich mit dem bloßen Auge nicht erkennen lassen. Um Mitarbeiter nicht unnötig einer Belastung auszusetzen, sollten Geräte in Räumen stehen, die regelmäßig mit frischer Luft - entweder durch Fensterlüftung oder Belüftungssysteme - versorgt werden. Dabei sollte die Abluftöffnung des Druckers niemals in Richtung eines Arbeitsplatzes gerichtet sein.

Für Drucker die von mehreren Mitarbeitern oder sogar ganzen Abteilungen benutzt werden, sollte ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen. Das Aufstellen an Standorten, an denen Essen verzehrt wird ist zu vermeiden.

Staubbelastung weiter reduzieren

Die Abgabe von Tonerstaub in die Luft lässt sich durch einen bewussten Umgang mit den Druckern weiter reduziert. Zum Beispiel sollten Öffnungen am Drucker weitestgehend geschlossen sein, sonst gelangt mehr Toner in die Umluft. Das wieder erhöht die Abgabe von Schafstoffen in die Luft.

Personen, die sich aufgrund eines großen Druckauftrags länger neben einem Gerät aufgehalten haben, sollten sich nach Beendigung der Drucksitzung die Hände waschen. Am besten mit Seife und kaltem Wasser, denn einige Tonersorten verkleben, wenn sie in Kontakt mit Wärme kommen.

Tritt ein Papierstau auf, sollten die verkanteten Blätter niemals aus dem Gerät herausgerissen werden, denn das wirbelt Staub auf, wenn der Toner noch nicht vollständig fixiert ist. Die schädlichen Stoffe können sich dann auf die Haut legen oder gelangen über die Atemwege in die Lunge.

Wartungen und Gerätereinigungen sollten nur Personen durchführen, die im Umgang mit den Geräten geschult sind. Servicetechniker sind den Schadstoffen in erhöhtem Maße ausgesetzt und sollten immer Handschuhe aus Nitril und eine Atemschutzmaske tragen.

Schutz vor Berufsunfähigkeit

Wie wichtig präventive Maßnahmen sein können, belegt das immer häufigere Auftreten von Beschwerden. Laut Spiegel.de haben mittlerweile sogar Berufsgenossenschaften schon mehrere Fälle von Tonererkrankungen offiziell anerkannt. Im Falle des Kriminalhauptkommissars Hans-Joachim Stelting führten die Beschwerden sogar zur Berufsunfähigkeit.

Text: arbeitssicherheit.de
Foto: © Manuela Fiebig - Fotolia.com

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