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Am Beginn jedes Energieeffizienzkonzepts steht die Ist-Analyse. Oft sind es die Nebenprozesse der eigentlichen Produktion, welche die meiste Energie verbrauchen: Kühlen, Lüften, Heizen, Pumpen, Fördern und Verdichten. Im dritten Teil unserer Serie »Energieeffizienz in Unternehmen« zeigen wir Ihnen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in verschiedenen Betriebsbereichen und stellen einige Praxisbeispiele vor. |
Luft ist kostenlos und unbegrenzt frei verfügbar. Dennoch ist Druckluft eine der teuersten Energieformen. Denn etwa 80 Prozent der Verdichterleistung bei der Drucklufterzeugung werden in Wärme umgesetzt. Zudem betragen die Verluste durch Leckagen auf dem Weg zum Werkzeug im Durchschnitt rund 30 Prozent! Fachleute sehen daher das Einsparpotenzial für die mehr als 60.000 in Deutschland installierten Druckluftanlagen bei 5 bis 50 Prozent der Energiekosten.
Zu bewährten Effizienzmaßnahmen zählen:
Beispiel: Ein mittelständischer Möbelhersteller benötigt zwei Millionen Kubikmeter Druckluft pro Jahr. Nach Anpassung von Drücken, Optimierung des Verteilnetzes, Beseitigen von Leckagen und Engstellen sowie angepasster Dimensionierung werden fast 40 Prozent des früheren Strombedarfs für Druckluft eingespart. Zusätzlich wird die in der Druckluftstation anfallende Wärme zum Heizen genutzt. Ersparnis: rund 10.000 Euro pro Jahr.
Die Kältetechnik benötigt 14 Prozent des Stroms in Deutschland. Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs sind:
Beispiel: Ein Lohndienstleister granuliert Zusatzstoffe für Waschmittel und Bauchemikalien im Wirbelschichtverfahren. Die Abwärme der wassergekühlten Druckluft-Kompressoren, die eh im Dauerbetrieb laufen, wird über einen Wärmetauscher genutzt für die Erwärmung der Luft, mit der die Granulate getrocknet werden. Ersparnis: 500 Euro pro Tag.
Im vierten Teil unserer Serie »Energieeffizienz in Unternehmen« geht es weiter mit dem Thema Energieeffizienz in den Bereichen Motoren und Antrieb sowie Lüftung und Klimatechnik.